Xbox Game Pass Isn’t The Netflix Of Video Games

Im Sommer 2017, wenige Tage nach dem Start des Xbox Game Pass, veröffentlichte ich einen gleichnamigen Beitrag um den Abo-Dienst von Microsoft für Videospiele zusammenzufassen. Gleich im ersten Absatz folgte der Vergleich mit den Videoplattformen Netflix und Prime Video. Zwei Dienste, bei denen man für einen pauschalen monatlichen Betrag uneingeschränkten Zugriff auf einen Katalog von Filmen und Serien bekommt und diese je nach Zeit, Interesse und Motivation konsumieren kann. Der Xbox Game Pass scheint nach demselben Prinzip zu funktionieren, anstelle der Filme und Serien finden sich unterschiedliche Videospiele im Katalog, welche je nach Zeit, Interesse und Motivation gespielt werden können. Obwohl die Veröffentlichung des Beitrags noch nicht unverhältnismäßig lange in der Vergangenheit liegt, hat sich einiges verändert. Trotz allgemeiner anfänglicher Skepsis hat sich der Xbox Game Pass in weniger als zwei Jahren zu einem Erfolgsmodell entwickelt, Microsoft stärkte Anfang 2018 den Dienst mit der Ankündigung künftige selbstvertriebene Titel parallel zur Veröffentlichung auch im Xbox Game Pass zu veröffentlichen, der Katalog ist ebenso positiv hinsichtlich Umfang als auch Diversität gewachsen und meine damalige Beschreibung des Xbox Games Pass als Netflix für Videospiele fühlt sich mittlerweile irgendwie falsch an.

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It‘s All About Platformers

In den letzten Tagen habe ich darüber nachgedacht wie lange mich Videospiele bereits begleiten und ich kann die Zeitdauer nicht wirklich konkretisieren. An was ich mich aber gut erinnere, war der Tag, an dem mein Bruder und ich von unseren Eltern ein Nintendo Entertainment System bekommen haben. Ich vermute, dass wir monatelang darum gebettelt haben und irgendwann meine Eltern es schlichtweg nicht mehr hören konnten oder eher wollten. Es war das Nintendo Entertainment System Super Set bestehenden aus der Videospielkonsole, vier Controllern, dem Adapter damit vier Personen spielen können und einem Multimodul mit den Videospielen Super Mario Bros., Tetris und Nintendo World Cup. Ich war das glücklichste Kind überhaupt, bis ich realisierte, dass der Kauf von weiteren Videospielen eine Herausforderung gegenüber meinen Eltern war und wenige Monate später bei einem Freund das erste Mal in meinem Leben auf einem Super Nintendo Entertainment System das grandiose Super Mario World gespielt, ach erlebt habe. Es folgten eine langwierige sowie schwierige Phase, eine große Menge an Überzeugungsarbeit, viel Lernen für die Schule, um gute Noten zu erhalten und irgendwann sind, zumindest vermute ich es, am Ende meine Großeltern eingeknickt und ich war erneut das glücklichste Kind überhaupt.

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2019 Year In Preview

Und dann ist wieder ein Jahr vorbei und oftmals wird der Jahreswechsel genutzt, um auf das letzte Jahr zurückzuschauen. Etwas von dem ich bereits im letztjährigen Beitrag kein Fan war und es daher auch dieses Jahr in eher minimalistischer Form machen werden. Nicht falsch verstehen, 2018 war für mich in vielen Bereichen ein gutes Jahr. Persönlich habe ich mich in den letzten zwölf Monaten verändert wie in keinem der Jahre davor, rückblickend positiv verändert, auch wenn ich anfangs Probleme hatte es für mich zu verstehen. Natürlich gab es auch das andere Ende des Spektrums, jedoch haben für mich die positiven Aspekte gegenüber den Rückschlägen und Enttäuschungen überwogen.  

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Complexity

Leider kann ich mich nicht mehr genau an das Jahr erinnern, aber der Moment, in dem ich das erste Mal ein NES-Gamepad in den Händen gehalten habe ist zu einer bleibenden Erinnerung geworden. Es war nicht mein erster Kontakt mit Videospielen, aber der Kontakt, bei dem meine Begeisterung für das Medium entfacht wurde. Super Mario Bros. war das Modul im Schacht des NES und ich bin gnadenlos immer und immer wieder mangels Augen-Hand-Gamepad-Koordination gescheitert. Rückblickend schmunzle ich darüber, erst recht, wenn ich darüber nachdenke wie einfach sowohl das NES-Gamepad und auch der Titel war. Ein wippendes Steuerkreuz auf der linken Seite, zwei runde Knöpfe auf der rechten Seite und in der Mitte zwei kleinere Tasten für die Funktionen Start und Auswahl. Das war es, keine Schultertasten, keine Trigger und auch keine analogen Funktionen oder sonst etwas Vergleichbares. Ähnlich überschaubar war Super Mario Bros., es war einfach aber nicht simpel. Mit dem NES-Gamepad steuert man die Spielfigur am Bildschirm von links nach rechts, man kann mit einem Knopf die Spielfigur springen lassen und mit dem anderen nach Einsammeln der Feuerblume auf Knopfdruck Feuerbälle schleudern. Nichts davon wird direkt erklärt, der Aufbau des ersten Levels ist so perfekt optimiert, dass man innerhalb von Sekunden alles erfasst, versteht und auch umsetzen kann. Es gibt keine Hinweise in Form von Textblöcken, keine deutenden Pfeile und auch kein Tutorial wie man es von heutigen Videospielen kennt. In den letzten zwölf Monaten habe ich unter anderem Mittelerde: Schatten des Krieges, Spider-Man, State of Decay 2 und Assassin’s Creed Origins gespielt und all diese Titel sind exakt genau das Gegenteil von einfach. Die Komplexität ist im Laufe der Videospielkonsolen-Generationen stetig gestiegen und erreicht aktuell einen fragwürdigen Grad. Vor wenigen Tagen habe ich einige Beiträge zu Red Dead Redemption 2 gelesen und trotz unterschiedlicher Meinung gab es einen gemeinsamen Punkt in den Texten, die hohe Komplexität des Titels.

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EGX Berlin 2018

Nach etlichen Jahren auf unterschiedlichen Videospielmessen bin ich irgendwie messefaul geworden. Die Games Convention in Köln besuche ich seit 2015 nicht mehr, die Game City in Wien habe ich die letzten beiden Jahre ausfallen lassen und irgendwie ändert sich meine aktuell eher geringe Motivation hinsichtlich Videospielmessen nicht wirklich. Bitte nicht falsch verstehen, die Thematik Videospiele finde ich weiterhin spannend, aber das mit Videospielmessen verbundene Drumherum hat vor einiger Zeit zu nerven begonnen. Neben der oft anstrengenden Anreise mittels Flugzeugs, der oft langwierigen Suche nach leistbaren Unterkünften in der Nähe und dann natürlich die ganzen Strapazen durch die Messe selbst. Unendliche Menschenmassen die sich durch abgedunkelte Räume schieben, stundenlange Wartezeiten um Videospiele tatsächlich anzuspielen, eine Lärmbelästigung die einen nahezu das Gehirn aus dem Kopf sprengt, schlechtes Essen zu überteuerten Preisen und eine Grundstimmung für die der Begriff Hektik eher eine Untertreibung ist. Natürlich gibt es auch die schönen Seiten, wie der Sache, dass man alte und neue Gesichter der Videospielindustrie treffen kann, dass man vor Ort von einer positiven Dynamik mitgerissen werden kann und dass man manchmal in der mittlerweile schier unüberblickbaren Menge an Videospielen doch wieder faszinierende Titel entdeckt. Dieses Jahr wollte ich meine Komfortzone wieder verlassen, dieses Jahr wollte ich irgendwie erneut in den Messetrubel tauchen, dieses Jahr habe ich die EGX Berlin 2018 besucht und es war anders.

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Hype

Vor ein paar Tagen, konkret am 7. September 2018, ist das Videospiel Spider-Man für die PlayStation 4 erschienen. Über Monate hinweg hat der Publisher Sony eine Marketingkampagne für den Titel orchestriert und mit Unterstützung der über Videospiele berichtenden Medien einen regelrechten Hype um den Titel inszeniert. Nicht unüblich, wenn man sich die umgangssprachlich großen Videospiele der letzten Jahre ansieht, im konkreten Fall von Spider-Man hat dieser Hype aber zusätzlich dank des Superhelden-Themas auch die breite Masse zumindest gestreift. Am Tag der Veröffentlichung hat gefühlt jeder in meinem Umfeld mit einer PlayStation 4 das Videospiel gespielt und alle waren durchgehend begeistert. Im Prinzip alles gut, denn Sony freut sich über den nun eintretenden wirtschaftlichen Erfolg des laut der Berichterstattung besten Superhelden-Videospiels überhaupt und die Vorfreude der Videospieler wurde erfüllt.

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