Change

Dies ist jetzt der fünfte Anlauf für den ersten Absatz dieses Beitrags über Veränderung. Verschiedene Ansätze mit blumigen Umschreibungen und Metaphern habe ich versucht, für mich hat aber keiner dieser Gedanken gut, passend oder ehrlich geklungen. Deswegen die Entscheidung, dass ich es simpel halte und einfach direkt auf den Punkt komme, konkret den Auslöser für diesen Beitrag. Vor einigen Wochen habe ich auf einem sozialen Netzwerk eine private Nachricht von jemanden erhalten. Inhalt war, dass sich der Verfasser der Nachricht über den Stil, sowie über die Inhalte der letzten Wochen und Monate monierte und aufgrund dessen auch von mir persönlich enttäuscht ist. Das Fazit der Nachricht war, dass ich mich im Gegensatz zu früher verändert habe und diese veränderte Art nicht gefällt. Ich habe diese Rückmeldung zur Kenntnis genommen und wusste anfangs nicht wirklich was ich damit anfangen soll. Am Ende habe ich ungewollt einige Zeit über die Kernaussage nachgedacht, dabei unter anderem selbst reflektiert und entschieden teilweise meine Gedanken dazu in schriftlicher Form festzuhalten.

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Not A Next Generation Video Game

Es ist manchmal schon interessant, welche Gedanken man hatte, konkret welche Gedanken man zur Zukunft hatte, noch konkreter hinsichtlich dieses Textes formuliert, wie man sich vor dem Generationswechsel von Videospielkonsolen ein Videospiel der nächsten Generation vorgestellt hatte. Vor etwa sechs Jahren habe ich, lange vor der Ankündigung der Nintendo Switch und ein paar Monate nach der Veröffentlichung der Sony PlayStation 4 sowie der Microsoft Xbox One, versucht ein Videospiel der nächsten Generation zu definieren. Heute lesen sich meine damaligen Gedanken für mich sehr, naja sagen wir mal merkwürdig. Die Überlegungen von damals zeigen aber dennoch gewisse Tendenzen, welche sich in der aktuellen Generation an Videospielkonsolen traurigerweise häufig bestätigt haben. Zusammengefasst war bei der Weiterentwicklung des Mediums in den letzten Jahren ein dominanter Fokus zu Größer, Schöner und Fortsetzungen feststellbar. Heute ist die damalige nächste Generation die aktuelle Realität und die Videospiel-Industrie befindet sich erneut ein paar Monate vor der nächsten Generation an Titeln für neue Videospielkonsolen. Im Gegensatz zu vor sechs Jahren ist bei diesem Wechsel aber vieles anders und für mich stellt sich ebenso eine andere Frage: Was sind für mich eigentlich keine Videospiele der nächsten Generation?

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Physical Distancing

Normalerweise versuche ich soweit es möglich ist absolut keinen Bezug zu aktuellen Themen in meinen Beiträgen zu haben. Normalerweise versuche ich mit meinen Texten eine in sich geschlossene Geschichte zu erzählen, im Regelfall auf inhaltlicher sowie sprachlicher Ebene. Normalerweise versuche ich zu unterhalten, manchmal zu überraschen sowie zum Nachdenken anzuregen. Normalerweise veröffentliche ich­­ zwei Texte pro Monat, einen zu einem Videospiel und den anderen zu einem generellen Thema mit Bezug zu Videospielen. Die letzte Sache ist wohl das einzige was normal bei diesem Beitrag ist, denn der Rest ist ungewohnt. Aber ungewohnte Texte sind in ungewohnten Zeiten wohl das Normalste, denn am Ende stellt sich die Frage was ist eigentlich noch normal. Die Viruserkrankung COVID-19 hat sich im März 2020 zu einer weltweiten Pandemie entwickelt und hat unser tägliches Leben verändert. Es wurden von den Regierungen der Welt erforderliche einschneidende Maßnahmen ergriffen und seit etwa vier Wochen versuchen wir alle mit massiv reduzierten sozialen Kontakten, der Einhaltung aller Auflagen bei Bewegung im öffentlichen Raum sowie mit so weit wie möglich zu Hause bleiben, die Geschwindigkeit der Ausbreitung des Virus zu verringern. Dieses bewusste physische Distanzieren scheint momentan die effektivste Maßnahme hierfür zu sein, dieses explizite Abstand voneinander halten änderte bereits unsere Gewohnheiten kurzfristig und wird es auch nachhaltig tun. Darum soll es aber eigentlich gar nicht gehen, aber es hilft vielleicht, um zu einem späteren Zeitpunkt oder vielleicht auch heute meine Gedanken hinter diesem Beitrag zumindest etwas zu verstehen. Was nämlich folgt, ist meine nicht zusammenhängende Auflistung an Möglichkeiten als Videospieler und Fan von Popkultur in Zeiten des physischen Abstands voneinander mit Freunden und Gleichgesinnten eine soweit es möglich ist gemeinsame gute Zeit zu verbringen, zumindest ist es das was ich momentan mache und mir auch in während dieser ungewohnten Zeit hilft.

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Offline Connectivity

Vor etwa sechs Monaten habe ich mir nach längerer Überlegung eine Nintendo Switch gekauft. Trotz meiner Affinität gegenüber Videospielen habe ich gedanklich in den letzten Jahren immer wieder bezüglich der Kaufentscheidung mit mir selbst gehadert und einer der Gründe dafür war und ist Nintendo, konkret die im Vergleich zu Microsoft als auch Sony nicht wirklich vorhandene Online-Strategie des Unternehmens. Seit Jahren bin ich es von meiner Xbox One gewohnt, dass ich zu jedem Zeitpunkt verbunden bin, dass ich problemlos Nachrichten als auch Einladungen zu Chats sowie virtuellen Videospielabenden von anderen Videospieler erhalten als auch an diese versenden kann und der Meinung, dass diese permanente Konnektivität, sprich diese Hyper-Konnektivität, irgendwie auch eine Art Bereicherung für meinen Konsum von Videospielen darstellt. Immer online, immer erreichbar und fast jeder Titel, den ich spielte, hatte unabhängig von Genre als auch der Art eine Anbindung an die Online-Systeme der Videospielkonsole. Dinge, die man als jemand der Videospiele als ein Hobby bezeichnet, mittlerweile als normal sieht. Dinge, die bei Nintendo, beim Online-Dienst der Nintendo Switch und bei vielen Videospielen auf dieser Plattform irrelevant sind. Seit ich in Besitz der portablen Videospielkonsole bin, hole ich diverse in den vergangenen Jahren für die Nintendo Switch erschienenen Videospiele nach, im Prinzip davon alle ohne eine aktive Internetverbindung, ich spiele quasi offline. Obwohl ich eigentlich dachte, dass sich diese fehlende Konnektivität im Jahr 2020 nicht mehr zeitgemäß anfühlt, genieße ich diese und habe daraus resultierend begonnen intensiver über diesen Aspekt nachzudenken. Ich mag den Offlinebetrieb und ich mag Offline-Konnektivität, sowohl die von Videospielen vorgegebene als auch die von mir selbst geschaffene. Was Offline-Konnektivität für mich bedeutet? Vieles, was genau, versuche ich anhand von Beispielen zu erklären.

Offline-Konnektivität
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Expertise

Vor ein paar Wochen wurde ich von einer Arbeitskollegin während einer Besprechung in einem Nebensatz als Experte für Videospiele bezeichnet. Nach dem Termin und bei einer Tasse Tee erkundigte ich mich aus persönlicher Neugierde wie sie zu diesem Eindruck kommt. Ihre Begründung war im Prinzip mein Blog, also genau diese Internetseite hier. Ich glaube inhaltlich war es irgendwie so, dass ich Videospiele spiele, darüberschreibe und mich mit dem Medium beschäftige. So beiläufig die initiale Aussage gekommen ist, so rasch habe ich diese wieder vergessen und dem Nebensatz keine weitere Beachtung geschenkt. Aber Menschen sind oder ich bin manchmal kompliziert und seither hat mich diese Bemerkung gedanklich immer wieder eingeholt. Es ging dabei aber weniger um den Nebensatz oder den Zeitpunkt, sondern viel mehr um den Aspekt des Experten zum Thema Videospiele. Initial ist es selbstredend schmeichelnd, wenn einem von jemanden eine Expertise zu einem Thema attestiert wird. Aber je häufiger ich in meinem Kopf diese Facette durchdachte, desto mehr bin ich für mich zum Schluss gekommen, dass es in meinem Fall schlichtweg nicht stimmt. Ich gehe sogar weiter und sehe aus meiner Perspektive meine Einstufung als Experte für Videospiele als totalen Blödsinn und möchte auch nicht als solcher gesehen werden.

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What To Play Next

Momentan befinde ich mich in einer für mich eher ungewohnten und fast schon komischen Lage sowie Stimmung hinsichtlich Videospiele beziehungsweise dem Spielen von Videospielen. Über die letzten Monate hinweg habe ich einen für mich rückblickend guten als auch regelmäßigen Rhythmus hinsichtlich des Konsums von Videospielen gefunden. Zu großen Teilen funktioniert dieser Rhythmus auch noch, zum Beispiel an den beiden wöchentlichen Abenden, an denen ich auf Twitch streame. Aber abgesehen von diesen zwei Fixpunkten bin ich irgendwie ratlos unmotiviert, ja ratlos unmotiviert beschreibt es wirklich ganz gut. Mit etwas Abstand klingt meine derzeitige Situation wie mein Wunschtraum von vor einem Jahrzehnt, denn ich habe aktuell deutlich mehr verfügbare Zeit als die letzten Monate oder gar Jahre, meine Liste an Titeln, die ich gerne spielen möchte wenn ich endlich genug Zeit habe ist über den Lauf der Zeit ordentlich angewachsen, meine digitale Videospiel-Bibliothek umfasst irgendwie mittlerweile fast 500 Titel und durch Dienste wie den Xbox Game Pass, Nintendo Online oder PlayStation Now kommen noch mal ein paar Dutzend bis Hunderte hinzu. Aber trotz all dieser Faktoren, habe ich keine Ahnung was ich spielen soll, ich habe keinen Plan was mir gefallen wird und keine Idee, welcher Titel mich so sehr begeistert, dass ich bei diesem bis zum Ende motiviert dranbleibe. Daraus resultieren zwei Fragen: Warum und was spiele ich als nächstes?

Dice
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