Being Sad

Manchmal ist man traurig. Ich bin beim Verfassen dieser Worte traurig. Es ist nicht die Art Traurigkeit die unerwartet kommt. In meinem Fall habe ich die Traurigkeit unbewusst erwartet und wusste, dass der Zeitpunkt kommen wird. Ich hatte gehofft, dass der Zeitpunkt ein anderer, vermutlich ein späterer ist. Ich dachte es passiert anders, ich war der Meinung, dass ich es für mich vielleicht steuern könnte. Ich dachte ich habe die Kontrolle oder ich wollte die Kontrolle haben. Es kann sein, dass ich gehofft habe, dass es nicht passiert und ich mich nicht oder anders damit auseinandersetzen muss. Die Möglichkeit bestand, zumindest glaubte ich es. Es ist eine Art von Traurigkeit, die für mich neu ist. Es ist für mich eine merkwürdige körperlich schmerzhafte Traurigkeit. Das Gefühl verschwindet immer wieder mal, kommt aber auch immer zurück. Ich bin traurig und ich hatte am Anfang wenig bis keine Ahnung wie ich damit umgehen kann oder soll. Ich wurde davon überrascht, nicht von der Situation, aber dem Zeitpunkt. Ich hatte keine Kontrolle über beide Aspekte und ich hasse fehlende Kontrolle. Die Versuche mich abzulenken sind nur bedingt erfolgreich. Musik hilft, das Wetter auch. Irgendwas machen beschäftigt mich und auch Freunde, die einfach nur zuhören, sind da. Je mehr Zeit vergeht, desto erträglicher wird es, zumindest scheint es so oder ich rede es mir ein. Ich weiß es nicht.

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Kingdom Hearts III

Manchmal gibt es Videospiele, die ich einfach gerne spielen möchte. Die Titel der Videospielserie Kingdom Hearts haben in der Vergangenheit dazu gehört, jedoch war ich immer zur Veröffentlichung eines Ablegers auf der nicht richtigen Plattform. Vor 17 Jahren begann die Reihe mit Teil Eins auf der PlayStation 2, der zweite Teil folgte vier Jahre später ebenso auf der PlayStation 2 und nach einer Wartezeit von 13 Jahren wurde Kingdom Hearts III neben der PlayStation 4 auch auf der Xbox One veröffentlicht. Die Titel sind vereinfacht zusammengefasst eine Mischung eines Rollenspiels mit starken japanischen Einflüssen als Basis, einer sehr stark westlichen Ausrichtung durch die Integration von Charakteren und Welten aus etlichen Disney-Universen auf inhaltlicher Ebene und der videospielmechanischen Adaption in Richtung Action um zum Genre der Action-Rollenspiele zu gehören. Es ist für mich immer erschreckend, wenn ein Videospiel wie Kingdom Hearts III auf dem Papier viele Punkte meiner persönlichen Liste für ein mich passendes Videospiel erfüllt, mich am Ende aber enttäuscht verwirrend zurücklässt.

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Rhythm Games

Manchmal vergisst man was man vermisst, bis man wieder in Kontakt damit kommt. Für mich waren dies bis vor Kurzem Videospiele des Genres Rhythm Games, welche ich rückblickend irgendwie unbewusst geliebt habe, dies aber irgendwie vergessen habe. Die letzten Jahre waren für mich aus videospieltechnischer Sicht ein bunter Mix unterschiedlicher Genres und Arten von Videospielen, aber an den letzten Titel mit Fokus auf Rhythmus und Musik kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Vor etwa zwei Wochen ist das Genre der Rhythm Games wieder in meinen Fokus gerückt und damit wurde auch eine Suche gestartet, um die nun bei mir vorhandene Lücke zu füllen. Was der Auslöser für das wiederaufflammende Interesse war? Etwa eine Stunde am grandiose Arcade-Automaten Groove Coaster vom japanischen Entwickler Taito.

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Moonlighter

Die Art und Weise, auf welche ich neue Videospiele entdecke, ist manchmal etwas atypisch im Vergleich zu anderen Videospielern. Bei Moonlighter war dies wieder einmal der Fall, den das Abenteuerspiel mit Pixeloptik rückte erst im Rahmen der Berichterstattung des Videospieljahres 2018 in meinen Aufmerksamkeitshorizont. Die Gründe dafür sind schnell aufgezählt, denn es ist die Kombination von einem Abenteuerspiel mit leichten Elementen eines Rogue-like, um es ganz korrekt zur formulieren Rogue-lite, meiner persönlichen Schwäche in Form der reduzierten Optik und der Umstand, dass der Umfang des Titels überschaubar ist. Was folgt? Moonlighter gekauft, vielleicht etwas süchtig danach geworden und nach 15 Stunden Spielzeit das Videospiel nach mehrfachem tiefen Durchatmen von der Xbox One gelöscht.

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Xbox Game Pass Isn’t The Netflix Of Video Games

Im Sommer 2017, wenige Tage nach dem Start des Xbox Game Pass, veröffentlichte ich einen gleichnamigen Beitrag um den Abo-Dienst von Microsoft für Videospiele zusammenzufassen. Gleich im ersten Absatz folgte der Vergleich mit den Videoplattformen Netflix und Prime Video. Zwei Dienste, bei denen man für einen pauschalen monatlichen Betrag uneingeschränkten Zugriff auf einen Katalog von Filmen und Serien bekommt und diese je nach Zeit, Interesse und Motivation konsumieren kann. Der Xbox Game Pass scheint nach demselben Prinzip zu funktionieren, anstelle der Filme und Serien finden sich unterschiedliche Videospiele im Katalog, welche je nach Zeit, Interesse und Motivation gespielt werden können. Obwohl die Veröffentlichung des Beitrags noch nicht unverhältnismäßig lange in der Vergangenheit liegt, hat sich einiges verändert. Trotz allgemeiner anfänglicher Skepsis hat sich der Xbox Game Pass in weniger als zwei Jahren zu einem Erfolgsmodell entwickelt, Microsoft stärkte Anfang 2018 den Dienst mit der Ankündigung künftige selbstvertriebene Titel parallel zur Veröffentlichung auch im Xbox Game Pass zu veröffentlichen, der Katalog ist ebenso positiv hinsichtlich Umfang als auch Diversität gewachsen und meine damalige Beschreibung des Xbox Games Pass als Netflix für Videospiele fühlt sich mittlerweile irgendwie falsch an.

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Celeste

Es gibt Videospiele, die innerhalb kurzer Zeit ein gewisses Interesse bei mir erzeugen, Celeste ist eines dieser Videospiele. Es gibt Videospiele, die ich aus Selbstschutz trotz vorhandenen Interesses meide, Celeste war eines dieser Videospiele. Bereits im Jänner 2018 ist der Titel erschienen und wurde in der die Veröffentlichung begleitenden Berichterstattung in höchsten Tönen gelobt. Gegen Ende des Jahres 2018 wiederholte sich das Lob und fast durchgehend fand Celeste einen Platz unter den besten Videospielen des Jahres, je nach Medium war es auch mitunter das beste Videospiel des Jahres. Ungewöhnlich für einen Plattformer, eigentlich sogar sehr ungewöhnlich. Dennoch blieb es bei meiner Überzeugung mich nicht selbst zu quälen und ich versuchte weiterhin das Videospiel zu ignorieren. Die Betonung liegt auf versuchte zu ignorieren, denn ich wurde schwach und verbrachte den Jänner 2019 mit Celeste, ich habe 8 1/2 Stunden benötigt um mit der Spielfigur Madeline die Aussicht vom Gipfel des namensgebend Bergs zu erleben und ich bin dabei tausende Tode gestorben, 1575 Tode um genau zu sein.

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