Sea Of Thieves

Das Erste was der Videospieler durch die Augen seines Alter Ego sieht, ist das Innere einer spärlich beleuchteten und auch besuchten Taverne. Sofort setzt die antrainierte Routine ein, man läuft über die Insel des Außenpostens, auf welchem sich die Taverne befindet, und sammelt dabei Bananen, Holzbretter und Kanonenkugeln ein. Man sammelt auf Verdacht und füllt damit die Reserven auf seinem Schiff. Es folgt die Wahl von einem von drei unterschiedlichen Aufträgen um entweder einen Schatz zu suchen, Anführer von Skeletten zu töten oder Güter zu sammeln und diese auch fristgerecht abzuliefern. Am Kartentisch unter Deck des Schiffs den Zielort suchen, den Anker lichten, die Segel entsprechend der Windrichtung setzen, das Steuerrad in die gewünschte Fahrtrichtung einschlagen, Segel justieren, die Richtung des Schiffs an die Gegebenheiten auf See anpassen, den gewählten Kurs am Kartentisch überprüfen, durch Einholen der Segel die Fahrtgeschwindigkeit reduzieren, vor Anker gehen, das erforderliche Ziel des Auftrags absolvieren, die Belohnung zum Schiff bringen und den Vorgang wiederholen. Danach geht es entweder zurück zum Außenposten um die Belohnung gegen virtuelles Gold einzutauschen, man startet einen weiteren zuvor besorgten Auftrag oder macht Dinge in der Videospielwelt von Sea of Thieves.

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Into The Breach

Und dann war Into The Breach einfach da und hat sich in den paar Wochen seit der Veröffentlichung als schlimmer Zeitdieb etabliert. Die Formulierung mag negativ klingen, ist aber vielmehr als Beschreibung der Ist-Situation zu sehen. Um das Fazit gleich vorwegzunehmen, Into The Breach ist ein unheimlich gutes Videospiel. Kommt im Prinzip aus dem Nichts, sieht auf dem ersten Blick nach Nichts aus und klingt in einer kurzen Beschreibung auch unspektakulär. Die erste Partie spielt sich holprig und dann kommt der große Aha-Moment. Man versteht das Grundgerüst, man versteht die Logik, man entwickelt seinen Weg um den Titel durchzuspielen und ist begeistert über die spielerische Tiefe. Zumindest glaub man dies, denn mit jeder Partie taucht man tiefer in die Mechaniken von Into The Breach und es folgt Aha-Moment auf Aha-Moment.

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Fable Anniversary

Fable Anniversary gehört am Papier zum Genre der Rollenspiele, wobei das Videospiel zusätzlich noch einen starken Einschlag in Richtung Action-Abenteuer hat. Es ist die für die Xbox 360 überarbeitete Version des 2004 erschienenen ersten Teil der Fable-Reihe. Eine Reihe, welche sich grundlegend von Rollenspielen mit stark japanischen Einflüssen unterscheiden wollte. Ziel war ebenso eine atemberaubende als auch abwechslungsreiche Videospiel-Welt mit interessanten sowie überzeugenden Charakteren, die dynamisch auf den Helden des Videospiels reagieren. Jener Held sollte sich spielerisch und optisch durch Aktionen des Videospielers entwickeln und dadurch eine vollends personalisierte Videospiel-Erfahrung entstehen. Die vorhandenen Möglichkeiten hierzu schienen unbegrenzt zu sein, zumindest bis zum Zeitpunkt der damaligen Veröffentlichung. Vision und Realität traf aufeinander, rückblickend ein zurecht sehr hartes Aufeinandertreffen. Viel zuvor Angekündigtes fand man im Videospiel gar nicht, etliche Aspekte nur abgeschwächt und am Ende irrelevant. Das grundlegende Vorhaben wurde jedoch erfüllt, Fable war und ist auch heute noch ein grundlegend anderes Rollenspiel.

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PlayerUnknown’s Battlegrounds

Eigentlich ist PlayerUnknown’s Battlegrounds, nachfolgend kurz PUBG, ein dämliches Videospiel. Zumindest ist dies meine Erkenntnis, wenn ich versuche den Titel in meinem Freundeskreis zu erklären, einem Freundeskreis der wenig bis keinen Bezug zum Thema Videospiele hat. 100 Personen fliegen mittels Flugzeug über eine Insel, um auf dieser mittels Fallschirm in einem mehr oder weniger breiten Korridor zu landen und gleichzeitig dadurch einen möglichst guten Startpunkt für die weitere Partie zu erreichen. Ohne Ausrüstung durchsucht man die nähere von der Bevölkerung verlassene Umgebung nach Waffen, Munition, einer Rüstung und oder für den weiteren Verlauf nützlichen Gegenstände. Gleichzeitig versucht man den Kontakt mit den anderen 99 Mitspielern zu minimieren und falls dies nicht möglich ist, die Anzahl der Mitspieler mittels Waffengewalt frühzeitig zu reduzieren. Parallel definiert PUBG eine kreisförmige Zone, welche man innerhalb eines knappen Zeitlimits erreichen muss um nicht zu sterben. Es beginnt für alle ein Wettlauf zu dieser sicheren Zone, einer Zone die alle paar Minuten weiter schrumpft. Unter massiv steigenden Zeitdruck sammelt man alles was man finden kann, navigiert schnellstmöglich zur immer kleiner werdenden Zone und versucht mit dem was man hat zu überleben. Man überlebt indem man die Zone vor Ablauf des Zeitlimits erreicht und indem man die anderen Mitspieler eliminiert, egal auf welche Art und Weise. Tötet man einen Mitspieler, scheidet dieser komplett für die Partie aus. Stirbt man selbst, ist die Partie für einen vorbei. Tötet man den letzten Mitspieler, ist man der Gewinner der Runde und hat intensive 30 bis 40 Minuten hinter sich. Und dann? Man startet die nächste Partie PUBG. Die gleiche Insel, 100 Personen ohne Ausrüstung, ein Flugzeug welches eine andere Flugroute wählt, neu platzierte Gegenstände in der Videospielwelt und einer von PUBG örtlich neu definierten Zielzone.

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Super Lucky’s Tale

Das Problem bei Videospielen wie Super Lucky’s Tale ist die eigene Erwartungshaltung, da man jeden Vertreter des Genres der 3D-Plattformer immer zumindest irgendwie mit zig Referenztiteln aus dem Hause des Genre-Primus Nintendo vergleicht. Egal ob bewusst, unbewusst, gewollt oder ungewollt, irgendwie ist ein solcher Vergleich immer vorhanden und selbst Videospiele aus dem Hause Nintendo müssen sich mit vorhergehenden Genre-Vertretern aus dem eigenen Haus messen. Ich mag solche Vergleiche nicht, da diese im Regelfall nicht sonderlich kreativ sind und oftmals Elemente aus dem Zusammenhang gerissen werden. Auf den ersten Blick macht Super Lucky’s Tale den Verzicht auf solche Vergleiche unheimlich schwer, erst Recht da meiner Meinung nach jeder langjährige Videospieler innerhalb von Minuten unbewusst solche Vergleiche beim Spielen anstellt. Berücksichtigt man jedoch den Ursprung des Titels, stellt sich heraus, dass dieser zumindest nicht ausschließlich auf Referenztitel von Nintendo basiert, sondern durch das im März 2016 erschienene Virtual-Reality-Videospiel Lucky’s Tale für das Oculus Rift auch technologischer Natur sein könnte. Aber ja, Lucky’s Tale für das Head-Mounted Display hat ohne Diskussion die Genre-Vertreter der 3D-Plattformer als Inspiration benutzt. Super Lucky’s Tale basiert auf diesem Vorgänger, ist jedoch als typischer Titel für Videospielkonsolen umgesetzt und versucht ein familienfreundliches Videospiel für alle Generationen von Videospielern zu sein.

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Forza Motorsport 7

Seit zwölf Jahren veröffentlicht Microsoft unter der Marke Forza Rennspiele für die Xbox-Plattform und seit zwei Jahren erscheinen diese auch für den PC. Die Franchise besteht aus dem seit 2006 zweijährlich erscheinenden simulationsorientierten Forza Motorsport, sowie dem seit 2012 ebenso alle zwei Jahre erscheinenden Arcade-lastigen Forza Horizon. Das jüngste Videospiel der Marke, das kürzlich veröffentlichte Forza Motorsport 7, ist der achte Forza-Titel den ich spiele und mein Verhalten hierbei ist seit Jahren gleich. Der jüngste Titel wird gestartet, die Stunden hinter dem virtuellen Lenkrad summieren sich in den nächsten Wochen auf eine dreistellige Zahl und nach Monaten fasse ich den Entschluss beim nächsten sowie übernächsten Titel auszusetzen, um im Herbst dann doch wieder einzuknicken.

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