Kingdom Hearts III

Manchmal gibt es Videospiele, die ich einfach gerne spielen möchte. Die Titel der Videospielserie Kingdom Hearts haben in der Vergangenheit dazu gehört, jedoch war ich immer zur Veröffentlichung eines Ablegers auf der nicht richtigen Plattform. Vor 17 Jahren begann die Reihe mit Teil Eins auf der PlayStation 2, der zweite Teil folgte vier Jahre später ebenso auf der PlayStation 2 und nach einer Wartezeit von 13 Jahren wurde Kingdom Hearts III neben der PlayStation 4 auch auf der Xbox One veröffentlicht. Die Titel sind vereinfacht zusammengefasst eine Mischung eines Rollenspiels mit starken japanischen Einflüssen als Basis, einer sehr stark westlichen Ausrichtung durch die Integration von Charakteren und Welten aus etlichen Disney-Universen auf inhaltlicher Ebene und der videospielmechanischen Adaption in Richtung Action um zum Genre der Action-Rollenspiele zu gehören. Es ist für mich immer erschreckend, wenn ein Videospiel wie Kingdom Hearts III auf dem Papier viele Punkte meiner persönlichen Liste für ein mich passendes Videospiel erfüllt, mich am Ende aber enttäuscht verwirrend zurücklässt.

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Moonlighter

Die Art und Weise, auf welche ich neue Videospiele entdecke, ist manchmal etwas atypisch im Vergleich zu anderen Videospielern. Bei Moonlighter war dies wieder einmal der Fall, den das Abenteuerspiel mit Pixeloptik rückte erst im Rahmen der Berichterstattung des Videospieljahres 2018 in meinen Aufmerksamkeitshorizont. Die Gründe dafür sind schnell aufgezählt, denn es ist die Kombination von einem Abenteuerspiel mit leichten Elementen eines Rogue-like, um es ganz korrekt zur formulieren Rogue-lite, meiner persönlichen Schwäche in Form der reduzierten Optik und der Umstand, dass der Umfang des Titels überschaubar ist. Was folgt? Moonlighter gekauft, vielleicht etwas süchtig danach geworden und nach 15 Stunden Spielzeit das Videospiel nach mehrfachem tiefen Durchatmen von der Xbox One gelöscht.

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Celeste

Es gibt Videospiele, die innerhalb kurzer Zeit ein gewisses Interesse bei mir erzeugen, Celeste ist eines dieser Videospiele. Es gibt Videospiele, die ich aus Selbstschutz trotz vorhandenen Interesses meide, Celeste war eines dieser Videospiele. Bereits im Jänner 2018 ist der Titel erschienen und wurde in der die Veröffentlichung begleitenden Berichterstattung in höchsten Tönen gelobt. Gegen Ende des Jahres 2018 wiederholte sich das Lob und fast durchgehend fand Celeste einen Platz unter den besten Videospielen des Jahres, je nach Medium war es auch mitunter das beste Videospiel des Jahres. Ungewöhnlich für einen Plattformer, eigentlich sogar sehr ungewöhnlich. Dennoch blieb es bei meiner Überzeugung mich nicht selbst zu quälen und ich versuchte weiterhin das Videospiel zu ignorieren. Die Betonung liegt auf versuchte zu ignorieren, denn ich wurde schwach und verbrachte den Jänner 2019 mit Celeste, ich habe 8 1/2 Stunden benötigt um mit der Spielfigur Madeline die Aussicht vom Gipfel des namensgebend Bergs zu erleben und ich bin dabei tausende Tode gestorben, 1575 Tode um genau zu sein.

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Detroit: Become Human

Das inhaltliche Grundkonzept von Detroit: Become Human reizt mich seit den ersten Berichten über das Videospiel. In einer nahen Zukunft sind von Menschen geschaffene Androiden nicht mehr aus dem täglichen Leben wegzudenken und im Laufe der Jahre immer mehr zu einem Massenprodukt geworden. Vom Grundgedanken erschaffen, um die von Menschen ungewollten Tätigkeiten zu übernehmen, zeigen sich immer mehr negative Begleiterscheinungen in zum Beispiel wirtschaftlichen als auch sozialen Belangen für die Menschheit. Hinzu kommt, dass das Videospiel just in dem Moment beginnt, in dem manche Androiden anscheinend aus den programmierten Verhaltensmustern ausbrechen und ein eigenes Bewusstsein entwickeln. Eine finde ich spannende Ausgangssituation für eine Geschichte, dessen Verlauf sowie Ende der Videospieler durch das Treffen von unzähligen Entscheidungen selbst bestimmen kann. Aber unabhängig vom Inhalt und dem Videospiel selbst, stellt sich auch die Frage nach meiner Ausgangsituation. Besitze ich eine PlayStation 4, um das dort exklusiv erschienene Videospiel zu spielen? Nein. Habe ich den Titel gespielt? Nein, aber ich habe über den Zeitraum von einigen Wochen einem guten Freund beim Spielen von Detroit: Become Human zugesehen und dabei mehr darüber nachgedacht als ich eigentlich sollte.

Detroid: Become Human PlayStation 4 Cover
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Thronebreaker: The Witcher Tales

Keine Ahnung in welchem Alter ich in Kontakt mit Magic: The Gathering gekommen bin und damit das erste Mal in meinem Leben etwas mit Sammelkartenspielen zu tun hatte. Ich glaube mich zu erinnern, dass es während der Sommermonate zu einer Zeit ohne Internet war und so rasch ich von Magic: The Gathering auch begeistert war, so schnell verfolg diese Begeisterung wieder. Niemand aus meiner Schulklasse spielte Sammelkartenspiele, niemand in meinem Freundeskreis spielte Sammelkartenspiele, niemand in meiner Nachbarschaft am Land spielte Sammelkartenspiele und damit spielte auch ich keine Sammelkartenspiele. Durch Zufall lernte ich im darauffolgenden Jahr durch einen Freund jemanden kennen, der Magic: The Gathering spielte und ich begann mich ein zweites Mal mit dem Spiel zu beschäftigen. Die Motivation war nicht von langer Dauer, denn aufgrund meiner kleinen Auswahl an Spielkarten und den fehlenden finanziellen Ressourcen daran etwas zu ändern, war die Frustration relativ schnell relativ hoch. Auch wenn ich mir von Bekannten immer wieder mal ein Set an Karten ausborgen konnte, ist es etwas anderes als mit dem eigenen Set und den eigenen Karten zu spielen. Ich beendete das Kapitel Magic: The Gathering für mich und es vergingen für mich etliche Jahre ohne Sammelkartenspiele. Das Videospiel Hearthstone von Blizzard Entertainment weckte 2014 erneut mein Interesse für das Thema, in diesem Fall aber mit digitalen anstelle von physischen Karten. Ich verstand das Regelwerk, ich verstand die Systematik, schaffte es aber nie über die erforderliche Hürde zu kommen, um ehrlichen Spaß mit dem Titel zu haben und habe es nach mehreren Versuchen einfach sein lassen. Im Mai 2017 folgte der gleiche Ablauf mit Gwent: The Witcher Card Game von CD Projekt und obwohl ich etwas länger durchgehalten habe als beim vorherigen Videospiel, irgendwie funktionierte es nicht für mich, obwohl ich mir innerlich so sehr wünschte, dass es für mich funktionierte. Ende Oktober 2018 veröffentlichte CD Projekt das Videospiel Thronebreaker: The Witcher Tales. Basierend auf den Regeln von Gwent: The Witcher Card Game ein eigenständiges Videospiel, welches anders als die zuvor genannten beiden Videospiele den Fokus komplett auf die Einzelspielererfahrung legt.

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Forza Horizon 4

Wenn mich jemand nach dem Grund fragt weshalb ich Forza Horizon spiele, dann lautet die Antwort, dass Forza Horizon für mich immer funktioniert. Seit der Veröffentlichung des ersten Teils im Oktober 2012 und mit jedem darauffolgenden Ableger der Videospielserie im Zwei-Jahres-Rhythmus überzeugen die Rennspiele. Die einzelnen Teile der Serie sind nicht einfach nur Videospiele des Genres der Action-Rennspiele, sondern jedes der in Summe bisher vier veröffentlichten Videospiele setzte für das Genre neue Maßstäbe. Konsequent wurde mit jedem Teil die offene Videospielwelt größer, die Anzahl der im Titel enthaltenen Autos stieg beachtlich, die Darstellung natürlich hübscher und der enthaltene Umfang hinsichtlich unterschiedlicher Rennen sowie vordefinierter Strecken wurde mit dem dritten Teil der Serie fast schon unüberschaubar groß. Größer, umfangreicher, schöner und einfach mehr von Allem lautete die Devise und dann kam Forza Horizon 4. Die frei befahrbare Videospielwelt ist abwechslungsreicher, aber im direkten Vergleich gefühlt nicht größer. Die Anzahl an verfügbaren Autos ist seit dem dritten Teil in der Kategorie irrelevant hoch und jeder Videospieler sollte in der Auswahl Fahrzeuge dem persönlichen Geschmack entsprechend vorfinden. Die Anzahl der vorhandenen Rennen ist im Vergleich zum Vorgänger geschrumpft, gefühlt sogar deutlich geschrumpft. Dieses Stagnieren und Reduzieren bei Forza Horizon 4 ist für den vierten Teil einer erfolgreichen Videospielreihe ungewöhnlich, macht aber für mich von Woche zu Woche immer mehr Sinn. Forza Horizon 4 ist nämlich nicht einfach der vierte Teil einer Videospielserie im Genre der Action-Rennspiele, Forza Horizon 4 ist ein kleiner Blick in die Zukunft des Genres.

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