It‘s All About Platformers

In den letzten Tagen habe ich darüber nachgedacht wie lange mich Videospiele bereits begleiten und ich kann die Zeitdauer nicht wirklich konkretisieren. An was ich mich aber gut erinnere, war der Tag, an dem mein Bruder und ich von unseren Eltern ein Nintendo Entertainment System bekommen haben. Ich vermute, dass wir monatelang darum gebettelt haben und irgendwann meine Eltern es schlichtweg nicht mehr hören konnten oder eher wollten. Es war das Nintendo Entertainment System Super Set bestehenden aus der Videospielkonsole, vier Controllern, dem Adapter damit vier Personen spielen können und einem Multimodul mit den Videospielen Super Mario Bros., Tetris und Nintendo World Cup. Ich war das glücklichste Kind überhaupt, bis ich realisierte, dass der Kauf von weiteren Videospielen eine Herausforderung gegenüber meinen Eltern war und wenige Monate später bei einem Freund das erste Mal in meinem Leben auf einem Super Nintendo Entertainment System das grandiose Super Mario World gespielt, ach erlebt habe. Es folgten eine langwierige sowie schwierige Phase, eine große Menge an Überzeugungsarbeit, viel Lernen für die Schule, um gute Noten zu erhalten und irgendwann sind, zumindest vermute ich es, am Ende meine Großeltern eingeknickt und ich war erneut das glücklichste Kind überhaupt.

Weiterlesen „It‘s All About Platformers“

Detroit: Become Human

Das inhaltliche Grundkonzept von Detroit: Become Human reizt mich seit den ersten Berichten über das Videospiel. In einer nahen Zukunft sind von Menschen geschaffene Androiden nicht mehr aus dem täglichen Leben wegzudenken und im Laufe der Jahre immer mehr zu einem Massenprodukt geworden. Vom Grundgedanken erschaffen, um die von Menschen ungewollten Tätigkeiten zu übernehmen, zeigen sich immer mehr negative Begleiterscheinungen in zum Beispiel wirtschaftlichen als auch sozialen Belangen für die Menschheit. Hinzu kommt, dass das Videospiel just in dem Moment beginnt, in dem manche Androiden anscheinend aus den programmierten Verhaltensmustern ausbrechen und ein eigenes Bewusstsein entwickeln. Eine finde ich spannende Ausgangssituation für eine Geschichte, dessen Verlauf sowie Ende der Videospieler durch das Treffen von unzähligen Entscheidungen selbst bestimmen kann. Aber unabhängig vom Inhalt und dem Videospiel selbst, stellt sich auch die Frage nach meiner Ausgangsituation. Besitze ich eine PlayStation 4, um das dort exklusiv erschienene Videospiel zu spielen? Nein. Habe ich den Titel gespielt? Nein, aber ich habe über den Zeitraum von einigen Wochen einem guten Freund beim Spielen von Detroit: Become Human zugesehen und dabei mehr darüber nachgedacht als ich eigentlich sollte.

Detroid: Become Human PlayStation 4 Cover
Weiterlesen „Detroit: Become Human“

2019 Year In Preview

Und dann ist wieder ein Jahr vorbei und oftmals wird der Jahreswechsel genutzt, um auf das letzte Jahr zurückzuschauen. Etwas von dem ich bereits im letztjährigen Beitrag kein Fan war und es daher auch dieses Jahr in eher minimalistischer Form machen werden. Nicht falsch verstehen, 2018 war für mich in vielen Bereichen ein gutes Jahr. Persönlich habe ich mich in den letzten zwölf Monaten verändert wie in keinem der Jahre davor, rückblickend positiv verändert, auch wenn ich anfangs Probleme hatte es für mich zu verstehen. Natürlich gab es auch das andere Ende des Spektrums, jedoch haben für mich die positiven Aspekte gegenüber den Rückschlägen und Enttäuschungen überwogen.  

2019 Year In Preview - Header
Weiterlesen „2019 Year In Preview“

Thronebreaker: The Witcher Tales

Keine Ahnung in welchem Alter ich in Kontakt mit Magic: The Gathering gekommen bin und damit das erste Mal in meinem Leben etwas mit Sammelkartenspielen zu tun hatte. Ich glaube mich zu erinnern, dass es während der Sommermonate zu einer Zeit ohne Internet war und so rasch ich von Magic: The Gathering auch begeistert war, so schnell verfolg diese Begeisterung wieder. Niemand aus meiner Schulklasse spielte Sammelkartenspiele, niemand in meinem Freundeskreis spielte Sammelkartenspiele, niemand in meiner Nachbarschaft am Land spielte Sammelkartenspiele und damit spielte auch ich keine Sammelkartenspiele. Durch Zufall lernte ich im darauffolgenden Jahr durch einen Freund jemanden kennen, der Magic: The Gathering spielte und ich begann mich ein zweites Mal mit dem Spiel zu beschäftigen. Die Motivation war nicht von langer Dauer, denn aufgrund meiner kleinen Auswahl an Spielkarten und den fehlenden finanziellen Ressourcen daran etwas zu ändern, war die Frustration relativ schnell relativ hoch. Auch wenn ich mir von Bekannten immer wieder mal ein Set an Karten ausborgen konnte, ist es etwas anderes als mit dem eigenen Set und den eigenen Karten zu spielen. Ich beendete das Kapitel Magic: The Gathering für mich und es vergingen für mich etliche Jahre ohne Sammelkartenspiele. Das Videospiel Hearthstone von Blizzard Entertainment weckte 2014 erneut mein Interesse für das Thema, in diesem Fall aber mit digitalen anstelle von physischen Karten. Ich verstand das Regelwerk, ich verstand die Systematik, schaffte es aber nie über die erforderliche Hürde zu kommen, um ehrlichen Spaß mit dem Titel zu haben und habe es nach mehreren Versuchen einfach sein lassen. Im Mai 2017 folgte der gleiche Ablauf mit Gwent: The Witcher Card Game von CD Projekt und obwohl ich etwas länger durchgehalten habe als beim vorherigen Videospiel, irgendwie funktionierte es nicht für mich, obwohl ich mir innerlich so sehr wünschte, dass es für mich funktionierte. Ende Oktober 2018 veröffentlichte CD Projekt das Videospiel Thronebreaker: The Witcher Tales. Basierend auf den Regeln von Gwent: The Witcher Card Game ein eigenständiges Videospiel, welches anders als die zuvor genannten beiden Videospiele den Fokus komplett auf die Einzelspielererfahrung legt.

Weiterlesen „Thronebreaker: The Witcher Tales“

Vienna Challengers Arena 2018

Und dann war es plötzlich November, konkret war es Zeit für die diesjährige Vienna Comic Con in der Messe Wien. Es war das vierte Mal, dass die beiden Veranstalter Reed Exhibitions Messe Wien und ReedPOP das Messeformat in Österreich veranstalteten und es war das zweite Mal, dass im Rahmen der Messe ein zusätzlicher Fokus auf das Thema Esport gelegt wurde. Wo sich das Team der Vienna Comic Con letztes Jahr unter dem Namen Vienna Challengers Arena inhaltlich vorsichtig vortastete, griff man dieses Jahr im Prinzip in die Vollen. Mit einer halben Messehalle war der Bereich der Vienna Challengers Arena deutlich größer als im Vorjahr, das League of Legends-Turnier wurde dank Zusammenarbeit mit dem Videospielentwickler Riot Games massiv aufgewertet, die Kooperation mit lokalen Esport-Akteuren und Communities wie Viennality oder XGS eSports samt Partnern wie Ubisoft als auch Microsoft sorgten für zusätzliche inhaltliche Abwechslung und die beiden Videospiel-Streamer JustBecci und LuigiKid verwandelten eine Ecke der abgedunkelten Messehalle in ein Streaming-Wohnzimmer für das Wochenende. Viel Inhalt für zwei Tage, teilweise mit beindruckenden Bühnenaufbau samt entsprechender Technik und ich war beide Tage vor Ort. Verstehe ich die Faszination und den erneuten Hype beim Thema Esport? Ehrlicherweise nur bedingt. Schreibe ich dennoch über eine Veranstaltung mit dem Fokus auf das Thema? Yep. Und weshalb? Weil es für mich zwei interessante, lehrreiche und auch unterhaltsame Tage im Rahmen der Vienna Challengers Arena waren.

Weiterlesen „Vienna Challengers Arena 2018“

Forza Horizon 4

Wenn mich jemand nach dem Grund fragt weshalb ich Forza Horizon spiele, dann lautet die Antwort, dass Forza Horizon für mich immer funktioniert. Seit der Veröffentlichung des ersten Teils im Oktober 2012 und mit jedem darauffolgenden Ableger der Videospielserie im Zwei-Jahres-Rhythmus überzeugen die Rennspiele. Die einzelnen Teile der Serie sind nicht einfach nur Videospiele des Genres der Action-Rennspiele, sondern jedes der in Summe bisher vier veröffentlichten Videospiele setzte für das Genre neue Maßstäbe. Konsequent wurde mit jedem Teil die offene Videospielwelt größer, die Anzahl der im Titel enthaltenen Autos stieg beachtlich, die Darstellung natürlich hübscher und der enthaltene Umfang hinsichtlich unterschiedlicher Rennen sowie vordefinierter Strecken wurde mit dem dritten Teil der Serie fast schon unüberschaubar groß. Größer, umfangreicher, schöner und einfach mehr von Allem lautete die Devise und dann kam Forza Horizon 4. Die frei befahrbare Videospielwelt ist abwechslungsreicher, aber im direkten Vergleich gefühlt nicht größer. Die Anzahl an verfügbaren Autos ist seit dem dritten Teil in der Kategorie irrelevant hoch und jeder Videospieler sollte in der Auswahl Fahrzeuge dem persönlichen Geschmack entsprechend vorfinden. Die Anzahl der vorhandenen Rennen ist im Vergleich zum Vorgänger geschrumpft, gefühlt sogar deutlich geschrumpft. Dieses Stagnieren und Reduzieren bei Forza Horizon 4 ist für den vierten Teil einer erfolgreichen Videospielreihe ungewöhnlich, macht aber für mich von Woche zu Woche immer mehr Sinn. Forza Horizon 4 ist nämlich nicht einfach der vierte Teil einer Videospielserie im Genre der Action-Rennspiele, Forza Horizon 4 ist ein kleiner Blick in die Zukunft des Genres.

Weiterlesen „Forza Horizon 4“