Zombies, Pflanzen und dein Haus

Die zum Leben erweckten Toten sind gekommen und haben Hunger. Genauer gesagt haben die Zombies Heißhunger auf dein Gehirn und was macht man als erfahrener Videospieler um die Horden zu überleben? Man vertraut auf seinen Garten, genauer gesagt den Pflanzen im Garten. Zumindest ist dies in Plants vs. Zombies dem neusten Spiel aus dem Hause PopCap Games der Fall.

Die Aufgabe ist es sein Haus mithilfe von etwa 40 verschiedenen Pflanzen gegen über 25 verschiedene Arten von Zombies zu verteidigen. Mit den unterschiedlichsten Erbsenpflanzen, Kartoffelminen, Pilzen, Kirschbomben und auch fleischfressenden Pflanzen gilt es die Armee der Untoten am Eindringen in das Haus zu hindern. In bester Tower Defense-Manier erfolgen die auf 50 Level verteilten Angriffe zu Tag, Nacht, im Swimmingpool, bei Nebel und Regen und auch am auf Dach. Was anfangs noch relativ leicht ist, wird zunehmend schwerer und anspruchsvoller, aber nie wirklich unfair.

Das Spielablauf ist simpel und macht süchtig. Anfangs kommen auf fünf Rasenbahnen nach und nach die im Comic-Stil gehaltenen Zombies dem Haus näher und man versucht mit seinen hoffentlich richtig platzierten Abwehr-Pflanzen die Horde erneut über den Jordan zu schicken. Die Zombies lassen sich die Gegenwehr aber nicht gefallen und greifen bald unter anderem zu Eimern, Ballons, Verkehrszeichen, Football-Helmen sowie auch zum Rennbob um einem das Leben schwer zu machen. Am Start jedes Levels sieht man die anstehenden Zombiegegner und kann danach maximal neun Pflanzen aus dem gesammelten Sortiment auswählen. Dadurch entstehen die unterschiedlichsten Taktiken, da man entweder auf den aktiven Angriff, eine starke Verteidigungen oder auf einen Mix aus Beiden setzen kann. Anfangs sind zwar die Verteidigungsmöglichkeiten relativ stark limitiert, aber pro geschafften Level erhält man einen neuen Pflanzentyp um damit die Untoten zu eliminieren. Die Lern- und Motivationskurve sind ausgezeichnet ausbalanciert und es stellen sich auch für Tower Defense* unerfahrene Spieler niemals Frustmomente ein. Nach dem Abenteuer-Modus gibt noch etliche Mini-Spiele, Puzzles, einen Zen Garten sowie den sehr anspruchsvollen Survival-Modus.

Das Casual Game warten mit schön gezeichneten Grafiken sowie perfekt animierten Zombies und Pflanzen auf. Für alle Probleme gibt es mehrere Lösungswege und man ertappt sich immer wieder dabei zu beobachten wie jeder Untote anders auf die unterschiedlichen Abwehrpflanzen reagiert. Zusätzlich gibt es auch noch einige Pflanzen-Upgrades, die man im Shop vom verrückten Dave mit in den Levels gesammelten Münzen käuflich erwerben kann. Jeder Abschnitt wirkt durchdacht und liebevoll erstellt und der Titel ist defintiv auch für alle Nicht-Zombie-Fans einen Blick wert.

Plants vs. Zombies ist als Downloadspiel in englischer Sprache für etwa 20 Euro bei Popcap Games sowie via Steam erhältlich. Neben der PC und Mac Version gibt es auf der offiziellen Homepage eine Demo Version mit 60 Minuten Spielzeit.

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Willkommen im Paradies, im Burnout Paradies!

Mittlerweile ist Bunout Paradise fast 1 1/2 Jahre alt (Erst-Release: 24. Januar 2008) und das Spiel lässt mich einfach nicht los. Anfangs war meine Meinung noch sehr gespalten und ich war mir nicht sicher ob der Wechsel von einzelnen Rennevents zu einer offenen Welt die richtige Entscheidung war. Nach über 54 Stunden, 18 Minuten sowie 43 Sekunden und 5539,8 virtuell zurückgelegten Kilometern bin ich mir sicher, Burnout Paradise ist einer der besten, wenn nicht sogar der besten Arcade Racer den es derzeit gibt.

Der Titel aus dem Hause Criterion Games bietet eigentlich alles was man sich wünscht. Neben den normalen 120 Rennevents (normale Rennen, Stuntrennen, Burning Routes, Marked Man und Road Rage) gibt es noch etliches mehr in Paradise City. Es gilt 400 Smashes (Begrenzungen) zu zerstören, durch 120 Werbetafeln zu springen und die 50 Superjumps zu finden und absolvieren. Online wird der Umfang mit mittlerweile 500 kooperativen Freeburn Aufgaben erweitert, natürlich zusätzlich zu den genre-typischen ebenfalls vorhandenen Rennmodi. Mehr zum Umfang und den genauen Features gibt es direkt bei Criterion Games.

Das Entwicklungsstudio aus Guildford (England) hat geschafft, was nur die wenigsten Studios schaffen, nämlich eine direkte Kommunikation mit den Spieler aufzubauen und das macht auch den Erfolg von Burnout Paradise aus. Zusätzlich wurde die Community anfangs mit kostenlosen Zusatzinhalten belohnt, wodurch sich das Spiel in den letzten 18 Monaten immer wieder verändert hat und dadurch auch immer wieder in der Konsole gelandet ist.

Angefangen hat alles im August 2008 mit drei neuen Spielmodi, 70 neuen Online Aufgaben sowie zwei neuen Autos inklusive zwei Autolackierungen aus der Community. Direkt einen Monat später wurde Paradise City um Motorräder, weiteren 70 Online Aufgaben, Tag und Nacht Wechsel sowie dynamisches Wetter erweitert und wie bereits beim ersten Zusatzinhalt ohne Kosten für die Spieler. Alleine durch diese beiden umfangreichen Erweiterungen wurde die Spielzeit deutlich verlängert und das Gameplay noch abwechslungsreicher.

Ein Jahr nach dem Release erfolgte der Re-Release als Burnout Paradise: The Ultimate Box inklusive einer Preissenkung in den Budget Bereich. Der Re-Release ist natürlich zur ersten Version vollständig kompatibel und beinhaltet die bisher veröffentlichten zusätzlichen kostenlosen Inhalt inklusive dem ersten kostenpflichtigen Inhalt, dem Party Pack. Seither wurden mehrer Autopackete (Legendary Cars, Toy Cars und Boost Specials) sowie die Onlineerweiterung Cops and Robbers veröffentlicht. Im Juni 2009 legte Criterion Games die Messlatte für Onlineerweiterungen erneut höher und erweiterte Paradise City mit Big Surf Island um eine zusätzliche Insel mit etlichen weiteren Aufgaben. Zwar handelt es sich bei den zusätzlichen Inhalten seit Februrar 2009 um kostenpflichtige Downloads, aber aufgrund des Umfangs sowie den beiden früheren kostenlosen Erweiterungen fühlt man sich bis jetzt nicht über den Tisch gezogen, erst Recht da Neueinsteiger bereits zum Budget Preis nach Paradise City kommen. Mehr Informationen zu den aktuellen und kommenden Erweiterungen gibt es ebenfalls direkt bei Criterion Games.

Den genauen Umfang von Burnout Paradise zu beschreiben ist eigentlich fast unmöglich. Mir fehlen derzeit noch etwa 20 Autos, etwas mehr als 50 Rennevents sowie knapp 350 Online Aufgaben. Ein großer Vorteil sind die extrem breit gefächerten Möglichkeiten, welche Paradise City bietet. Man startet das Spiel und kann Stunden mit dem Suchen und Sammeln verbringen und hat unheimlich viel Spaß daran. Drei oder vier Rennen zwischendurch, kein Problem und wenn man auf Tempo aus ist bricht man schnell den ein oder anderen Straßenrekord auf vier oder auch zwei Rädern. Alternativ kann man sich auch in ein Onlinespiel einklinken und ein paar kooperative Freeburn Aufgaben absolvieren. Ich könnte ohne Probleme nochmals 50 Stunden in Paradise City verbringen ohne dass Langeweile auftritt und darum fällt der Titel eindeutig in die Kategorie „Spiele die ich Liebe“ und die DVD wird sich sicherlich auch die nächsten Monate in meiner Konsole drehen.

Mehr Informationen zu Burnout Paradise gibt es auf Criteriongames.com sowie im Crash TV Videopodcast. Burnout Paradise ist derzeit für etwa 30 Euro für den PC, die Playstation 3 sowie Xbox 360 erhältlich.