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	<title>gelurzt.at &#187; meine meinung</title>
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		<title>gamescom 2011 &#8211; das Fazit</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 18:02:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die gamescom 2011 ist vorbei und mit diesem Resümee endet auch die Berichterstattung meines intensiven aber auch durchaus angenehmen dreitägigen Kurztrip nach Köln. (M)eine Meinung zu den Media Briefings und ausgewählten Spielen gab es bereits in mehreren Beiträgen zu lesen und auch einige bunte Pixel sind in den Tiefen des üblichen Picasa-Webalbums zu finden (sowie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gamescom 2011 ist vorbei und mit diesem Resümee endet auch die Berichterstattung meines intensiven aber auch durchaus angenehmen dreitägigen Kurztrip nach Köln. (M)eine Meinung zu den Media Briefings und ausgewählten Spielen gab es bereits in mehreren Beiträgen zu lesen und auch einige bunte Pixel sind in den Tiefen des üblichen Picasa-Webalbums zu finden (sowie im Best-Of Fotobeitrag). Im Gegensatz zum letzten Jahr ist die textuelle Berichterstattung etwas umfangreicher (und hoffentlich auch besser), aber im optischen Bereich gab es leider Defizite (was sowohl auf meine verkürzte Anwesenheit, als auch höhere Termindichte zurückzuführen ist). Was nun folgt sind ein paar lose Gedanken zur Messe, der Branche oder was mir in diesem Jahr sonst so durch den Kopf gegangen ist (inklusive Reiseanekdote).</p>
<p>Der mittlerweile klassische Start einer Kolumne zur Nachberichterstattung beginnt traditionell am Mittwoch und beinhaltet oftmals Schuldzuweisungen in Richtung der Koelnmesse. In diesem Jahr war der stark aufgeweichte Fachbesucher- und Pressetag ein beliebtes Thema und viele verstehen nicht, warum von Jahr zu Jahr stetig mehr Presse in Form von Blogs sowie Fanseiten zugelassen wird. Zwei der Hauptgründe sind wohl, dass dadurch jährlich stetig wachsende Zahlen an Journalisten präsentiert werden können und auch eine Steigerung des Web Impact Factor im deutschsprachigen Internet. Auch wenn manch altgedienter Schreiberling wenig mit der Armee von Pseudojournalisten anfangen kann, so stellen diese wohl das geringere Problem da, denn das wirkliche leidige Thema sind die Pseudofachbesucher. Im Gegensatz zu Onlinemedien ist hier die Kontrolle deutlich minimalistischer und ein Job in einem Handelsunternehmen ist mehr als ausreichend, um sich mittels minimal erhöhtem Eintrittspreis vorzeitigen Zutritt in die bunte schöne Welt der Videospielneuheiten zu verschaffen (alternativ reicht es auch einen A4 Zettel vor Ort mit ein paar lustigen Daten zu befüllen). Die meisten Onlineschreiberlinge haben immerhin den Gedanken der Berichterstattung in ihren Köpfen herumschwirren (und sei dieser Gedanken noch so gut versteckt), die Motive der Saturn oder Media Markt Betreuer von morgen sind leider <del>primitiver</del> einfacher. Die Auswirkungen waren deutlich in Form von Warteschlange mit vier Stunden Wartezeit, kurzfristig eingeführten Alterskontrollen oder merkwürdig behängte und durch Messehallen schlürfenden Merchbeutelratten zu sehen ;-).</p>
<p>Leicht genervt nimmt man aber dann doch die Gegebenheiten hin und versucht sein vorab penibel geplantes Programm möglichst souverän zu absolvieren. Anfänger verzettelt sich hier oft in ausgedruckten (dichtgefüllten) Terminkalender, die dann mit doppelt und dreifach vergebenen Terminslots der Publisher kollidieren. Nach einigen Jahren Messeerfahrung wird man aber schlauer und die einfachsten Lösungen sind auch die effektivsten: weniger Termine, eine gewisse Fokussierung und Pausen. Auch wenn im Vorfeld die Versuchung oft groß ist, wird alles plötzlich deutlich angenehmer und entspannter durch die Berücksichtigung der drei simplen Regeln und auch die Gespräche mit den Kollegen vor Ort können angenehm abschweifen und auch mal ausufern. Diese sind zwar meist eher oberflächlicher Smalltalk und das beliebteste Thema ist wohl das Hinterfragen der Sinnhaftigkeit und Infragestellen zukünftiger Messebesuche (Stichworte: Warum tue ich mir das an? Meinen die das tatsachlich ernst? Ach ich werde zu alt für den Mist! Da hätte ich auch zu Hause bleiben können …). Aber nicht alle Gesprächen laufen so und eines, welches in meinem Gedächtnis hängen geblieben ist, fand bei EA statt. Der Gesprächspartner war mir (vorher) unbekannt, wodurch die üblichen Phrasendrescherei entschärft wurde und es ergab sich eine anregende Unterhaltung über Medien, Blogger sowie deren Ziele und (Hinter)Gedanken, Geschäftsmodelle in Zeiten von App Stores und sich selbst. Irgendwie kam dann unerwartet die Gretchenfrage und im Gegensatz zu den etlichen Malen zuvor, war es dieses Mal anders und auch ernst gemeint. Ich verdiene meinen Lebensunterhalt nicht durch das Schreiben und werde mit durch diese Worten hier auch nicht berühmt oder beliebt. Alles ist surreal und ob ich in Köln bin oder nicht, ist mit einer gewissen Portion Grundrealismus auch egal. Also warum tut man sich eine gamescom an, obwohl man mit beiden Beinen fest in einer anderen (Berufs)Welt steht?</p>
<p>Die Fragestellung klingt vielleicht merkwürdig, ist es aber nicht. Tatsächlich macht es oft wirklich wenig bis keinen Unterschied ob man bei einer Messe vor Ort ist, da die Wahrnehmung eines jeden sowieso anders ist und man vor Ort wohl das einfärbigste Bild präsentiert bekommt. Trotz pinker Pressekarte ist der Aufwand enorm und neben den Kosten für Flug oder Hotel, bezahlt man einen solchen Ausflug mit dem wohl kostbarsten Gut überhaupt, der (Frei)Zeit. Dies ist auch einer der Gründe warum bei mir dieses Jahr alles etwas kompakter war, aber dies war nicht meine Antwort auf die Frage. Diese war nämlich schlicht und einfach Klassentreffen. Ich entferne mich langsam aber sicher vom Epizentrum der Branche und setze die Schwerpunkte meiner Freizeit anders. Die gamescom bietet eine Art kurzfristig Rückkehr zu einer alten Zeit, mit vielen bekannten Gesichtern auf begrenztem Raum während einer befristeten Zeitdauer. Innerhalb eines Tages kann man feststellen, dass der Alex von consol.at tatsächlich alt geworden ist, Hallo zur Verena von Ubisoft sagen, den Dirk von EA umarmen, mit Fabian von Sega scherzen, Andreas mit Battlefield Blödsinn ärgern, mit Eric lustige Videos (für interne Blogs) drehen oder ein Bier mit Xian trinken, ohne das Messegelände verlassen zu müssen. Die Spiele stehen für mich gar nicht so im Vordergrund (sind jedoch durchaus spannend), es sind mehr die Menschen dahinter. Früher war ich über jede Einladung oder jedes “Ich bin wichtig”-Bändchen froh, dieses Jahr hatte ich schon fast ein schlechtes Gewissen wenn ich wieder jemanden absagen musste, da ich ein privates Abendessen mit zwei Freunden als wichtiger erachtet habe. Zeiten ändern sich, Menschen auch.</p>
<p>Langsam drifte ich vom Thema ab und um nicht noch den letzten übrig gebliebenen Leser zu verlieren, folgt wieder ein Schwenk in Richtung Messe. Neben dem seit zwei Jahren stetig wachsenden Trend der Warteschlangen und der Ableitung von möglichen Verkaufsresultaten aufgrund deren Länge, war 2011 das Jahr der großen Banner (Fotos: <a title="Foto @ Picasa-Webalben" href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/KakofQu0czM2Js6AO2c_Fg?feat=directlink">Banner A</a>, <a title="Foto @ Picasa-Webalben" href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/18Rn0eWY5zuoXyc5A1365A?feat=directlink">Banner B</a>, <a title="Foto @ Picasa-Webalben" href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/LViBX6hm6rFQzbXRIBaxXQ?feat=directlink">Banner C</a>, <a title="Foto @ Picasa-Webalben" href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/ocs9JmpaVMUx0ZnU03615w?feat=directlink">Banner D</a> oder <a title="Foto @ Picasa-Webalben" href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/_yP0Kd-pamvzpUIrOtmUDg?feat=directlink">Banner E</a>). Sieht zwar auf den ersten Blick hübsch aus, ist aber nur eine kostengünstige und unkreative Art des Standbaus. Auch wenn wohl mehr Fotos vor dem Battlefield 3 Banner entstanden sind als vom Sega oder THQ Stand, so waren diese beiden Messeauftritte erfrischend anders und zeigen wie man sich auch ohne Riesenbudget von der Masse abheben kann (Fotos: <a title="Foto @ Picasa-Webalben" href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/hemQf3lWYdW-EXGA0Yisnw?feat=directlink">Sega Stand</a>, <a title="Foto @ Picasa-Webalben" href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/shXY_FZQLp8WzCmwLhR6vw?feat=directlink">THQ Stand</a>). Seit dem Wechsel von Leipzig nach Köln und der jährlichen Steigerung der Besucherzahlen hat die Messe leider auch an Charme verloren und ist mit diesem Jahr vollkommen aus der Nische in den Massemarkt katapultiert worden. Die größere Breite der Zielgruppe ist natürlich wichtig und auch positiv zu bewerten, aber gleichzeitig fühlt sich vieles nach Massenabfertigung an und oftmals werden kreative Idee zugunsten der Masse geopfert und gestreamlined.</p>
<p>Aber genug der Worte, denn für mich kommt mit diesem Absatz das Ende der gamescom 2011 und wie bereits seit fünf Jahren auch das Ende eines Augusts in verdunkelten Messehallen. Um möglichst viele Klischees erfüllen zu könnten, schlürfte ich als Pseudojournalist auch in der Tarnung eines Pseudofachbesuchers durch die Hallen um Merch zu sammeln (Tweet: <a title="Tweet" href="https://twitter.com/#!/weidhas/status/104547892781531136">eine Tasche Merch</a> und <a title="Tweet" href="https://twitter.com/#!/weidhas/status/104572997779722241">die Ausbeute</a>), was aber bereits nach fünf Minuten langweilig wurde. Erwähnenswert sind noch die Ninja Kenntnisse im Verstecken von <a title="eugilicious @ Twitter" href="https://twitter.com/#!/eugilicious">@eugilicious</a> und als Reiseanekdote fällt mir noch der hilflose Zugbegleiter der deutschen Bahn ein, der mir am Weg in Richtung Flughafen tatsächlich in einem (nicht erfolgreichen) fünf Minuten dauernden Monolog erklärt hat, dass ich trotz überfüllten Zug nicht in der ersten Klasse sitzen darf. Danke an alle die Zeit für mich hatten und man sieht sich sicherlich wieder, nur vermutlich nicht in Köln &#8230;</p>
<p><em>Falls jemand noch mehr über die gamescom 2011 lesen möchte, so sind im <a title="gamescom 2011" href="http://gelurzt.at/2011/08/15/gamescom-2011/">Startbeitrag</a> alle relevanten Inhalte verlinkt.</em></p>
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		<title>E3 und die Relevanz</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 14:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich war im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren für dieses Jahr kein Beitrag zur E3 geplant, aber nachdem sich der Rummel um den wohl wichtigsten Branchenevent des Jahres mittlerweile langsam gelegt hat, ist es vielleicht doch an der Zeit zurückzublicken. Es geht dabei weniger um die Ankündigungen und Inhalte der letzten Wochen, sondern mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich war im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren für dieses Jahr <a href="https://twitter.com/#!/weidhas/status/78172315996782592">kein Beitrag zur E3</a> geplant, aber nachdem sich der Rummel um den wohl wichtigsten Branchenevent des Jahres mittlerweile langsam gelegt hat, ist es vielleicht doch an der Zeit zurückzublicken. Es geht dabei weniger um die Ankündigungen und Inhalte der letzten Wochen, sondern mehr um die generelle Relevanz der Messe für uns in Österreich.</p>
<p>In den einschlägigen Informationsquellen gilt die Electronic Entertainment Expo als die wichtigste Veranstaltung für Videospieler im Jahr (ausgenommen in den Jahren 2007 und 2008), da die großen Spieleunternehmen Anfang Juni eigentlich die Katzen der nächsten 12 bis 18 Monaten aus dem Säcken lassen. Im Gegensatz zu früher hat sich hier vieles verändert und aufgrund der geänderten wirtschaftlichen Situation (höhere Entwicklungskosten, weniger Profit pro verkauften Titel, niedrigere Preise, &#8230;) fehlt bei den Ankündigungen von neuen Spielen mittlerweile oft der Überraschungseffekt, da gefühlte 75% reine Fortsetzungen von vorhergegangenen Erfolgen sind. Neben den Ankündigungen von neuen Spielen, präsentieren auch die großen drei Konsolenproduzenten ihre Strategien für die nächsten Monate (und zum Teil auch Jahre).</p>
<p>Im Konsolenbusiness ist es jedoch mittlerweile anders, denn im Gegensatz zu früher wird nicht nur rein mit der Hardware das Geld verdient, sondern die Konsolen haben sich immer mehr zu einer Art digitalen Hub für Unterhaltung entwickelt. Es gibt Filme zum ausleihen bzw. kaufen, man spielt in virtuellen Spieleshows gegeneinander, kauft Musik, surft auf Facebook oder stöbert mittels Suchmaschine im Internet herum. So spannend dieses neue funky Business mit Inhalten auch auf den ersten Blick sein mag, so unspannend ist es wenn man in der Dritten Welt der Contentindustrie sitzt, wie es leider in Österreich der Fall ist (und ja es ist eindeutig ein First World Problem). Aufgrund meiner persönlichen Affinität zu einer Videospielkonsole aus Redmond, wird auch mein Hauptaugenmerk auf der Plattform aus dem Hause Microsoft liegen.</p>
<p>Der zur E3 2006 angekündigte und im November 2006 im US Markt gestartete Zune Video Store (anfänglicher Name: Xbox LIVE Video Marketplace) startete mit Filmen sowie Serien und expandierte mit etwa einem Jahr Verspätung in die wichtigsten europäischen Märkte (ohne Serien), wozu Österreich natürlich nicht zählte. Zusätzliche zwei Jahre waren erforderlich, bis der Zune Video Store (natürlich ebenso ohne Serien und mit eingeschränkter Filmauswahl) das kleine Dritte Welt Land Österreich inklusive deutlich teurerer Mietpreise erreicht hat und trotz der dreijährigen Verspätung, ist dies sogar die eher positivste Geschichte. Da wäre zum Beispiel das im Rahmen der E3 2008 angekündigte Feature namens Primetime, bei dem man angepasste Versionen von Fernsehshows gleichzeitig mit und gegen unzählige Xbox LIVE Mitglieder spielen sollte. Trotz Partnerschaft mit Endemol schafft es nur 1 vs. 100 auf die Bildschirme der Spieler und das Format wurde nach der zweite Saison wieder eingestellt und hat es natürlich nie nach Österreich geschafft. Eine dritte Trauergeschichte sind dann die Xbox LIVE Indie Games (der ursprüngliche Name war Community Games), die Ende 2008 den US Marktplatz bereicherten und im Juli 2009 auch für unsere sonst oftmals benachteiligten deutschen Nachbarn freigeschaltet wurden. In good old Austria bleiben wir wie schon beim abgesetzten Primetime Feature außen vor und blicken seither mit leicht neidischen Blicken über den Weißwurstäquator.</p>
<p>Aber nicht nur aufgrund der für uns fehlenden und wahrscheinlich nie kommenden Inhalte (Netflix, Hulu, last.fm, Sky LIVE TV, ESPN und vermutlich auch die erst dieses Jahr angekündigte YouTube Integration) wird der relevante Informationsgehalt immer weniger, auch das geringe Durchhaltevermögen von Microsoft dämpft jegliche Erwartungshaltung. Ein prominentes Beispiel ist wohl Joy Ride, welches 2009 als kostenloser Titel angekündigt wurde und sich über Mikrotransaktionen refinanzieren sollte. Daraus geworden ist leider nichts, denn ein Jahr nach der Ankündigung wurde aus dem vormals kostenlosen Titel ein Vollpreisspiel für Kinect. Ein ähnliches trauriges Schicksal erfuhr der Game Room, der ebenso zur E3 2009 angekündigt wurde und immerhin im März 2010 weltweit veröffentlicht wurde. Ursprünglich war es die Antwort auf die Virtual Console von Nintendo, aber bereits innerhalb kürzester Zeit wurde es immer ruhiger und ruhiger um die virtuelle Spielhalle. Der Misserfolg liegt wohl am schwerfälligen Erweiterungskonzept, da für die anfangs regelmäßig erscheinenden neuen Spiele etwa 100 MB Downloads erforderlich waren. Vom anfänglichen zweiwöchigen Rhythmus ist mittlerweile auch keine Rede mehr und seit dem letzten Update vom 22.12.2010 ist der Game Room praktisch tot.</p>
<p>Alle aufgezählten Features und Funktionen wurden im Rahmen diverser Electronic Entertainment Expos angekündigt und wurden wie viele andere angekündigten Features innerhalb kurzer Zeit eingestampft oder nur halbherzig verfolgt. Microsoft ist hier natürlich nicht alleine, denn auch Sony hat mit Playstation Home eine Totgeburt veröffentlicht und hält diese mittlerweile nur noch durch zwanghafte lebensverlängernde Maßnahmen am Leben und bei Nintendo fällt mir spontan der 2009 angekündigte Wii Vitality Sensor ein. Dies hat bei mir zu einer gewissen Abstumpfung gegenüber den großen Media Briefings geführt und die Vorfreude auf angekündigte Funktionen ist stark gedämpft und zum Teil auch nicht mehr vorhanden. Die immer weniger wichtigen Grenzen (dem Internet sei Dank) werden von der Contentmafia weiterhin hochgehalten und so wie es derzeit aussieht, wird sich dies auch leider in den nächsten Jahre nicht so schnell ändern und Österreich bleibt damit weiterhin ein Dritte Welt Land.</p>
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		<title>Schein und Sein</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 20:39:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die letzten Tage war es hier eher ruhig und durch einen Tweet bin ich gestern Abend über einen Blogbeitrag von Luca gestolpert, der wiederum mehr Ergänzung als Antwort auf einen Text von Monica ist. Beide Texte haben mich nachdenklich gestimmt und obwohl ich mich bereits Mitte Mai ausgeweint habe, ist da noch viel übrig. Viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzten Tage war es hier eher ruhig und durch einen Tweet bin ich gestern Abend über <a href="http://www.2-blog.net/2011/das-perfekte-leben/">einen Blogbeitrag von Luca</a> gestolpert, der wiederum mehr Ergänzung als Antwort <a href="http://www.kathmography.com/2011/06/13/selbstdarstellung-2-0-arbeitsplatz-peepshow/">auf einen Text von Monica</a> ist. Beide Texte haben mich nachdenklich gestimmt und obwohl ich mich bereits <a title="Das große Weinen!" href="http://gelurzt.at/2011/05/19/das-grosse-weinen/">Mitte Mai ausgeweint</a> habe, ist da noch viel übrig.</p>
<p>Viele Beiträge (wenn nicht sogar alle) in den letzten beiden Jahren waren oberflächlich und geben nur einen Teil von mir wieder. Ich bin hier eigentlich nie wirklich persönlich und vermeide es auch soweit es geht mein privates oder berufliches Umfeld zu thematisieren oder aufzuarbeiten. Natürlich kommt es ab und zu vor, dass private Themen mitverarbeitet werden, aber diese sind im Regelfall für den Leser nicht sichtbar oder nur schwer erkennbar. So schön sich mein bisheriges Leben anhand der Beiträge auch lesen mag, so kompliziert und verworren ist es doch ab und zu. Das Blog dient als eine Art optimierte Selbstdarstellung und wie jeder Mensch neige auch ich zu einer Art Idealisierung.</p>
<p>Was hier steht ist nicht mein Leben, was hier steht ist mein Hobby und eine Art kreativer Ausgleich zum normalen Alltag. Ich spiele nicht Tag ein Tag aus Videospiele und reise nicht quer durch die Welt um auf Branchenevents unterwegs zu sein. Die hier veröffentlichten Beiträge spiegeln einen kleinen (wenn auch sehr schönen) Teil meiner Freizeit wieder und auch nicht mehr oder weniger. Meine frühere Zeit in der Unterhaltungsindustrie scheint vielleicht die beste Zeit meines jungen Lebens gewesen zu sein, ehrlich gesagt glaube ich dies mittlerweile nicht mehr. Ich habe unheimliche viele Leute kennengelernt, von denen ich einige (sehr) wenige schon fast als Freunde bezeichnen würde, aber noch viel mehr Leute haben mich enttäuscht, ausgenutzt, ausgespielt und oder massiv über den Tisch gezogen. Vielleicht war ich zu leichtgläubig in meiner Heilen-Welt-Blase, aber mittlerweile bin ich doch ganz froh die Industrie nach etwa sieben Jahren Zugehörigkeit von einer anderen Seite sehen zu können.</p>
<p>Auch wenn viele Beiträge eine Art Unnahbarkeit vermitteln, ich bin es nicht. Der eine oder andere nimmt mich vielleicht sogar als eine Art idealisiertes Vorbild wahr, was aber falsch ist. Meine Darstellung im Blog ist wie bereits erwähnt nur ein kleiner Teil, der idealisierte Teil. In Realität bin ich oftmals weit weg von dem dargestellten Bild und kämpfe mit Problemen, die vermutlich jeden bereits beschäftigt haben oder beschäftigen. Da ist zum Beispiel meine massive Schüchternheit vor neuen Kontakten und eine gewissen Introvertiertheit. Ich bin oft (gerne) alleine und denke auch viel nach, vermutlich zu viel. Scheinbar spontane Aktionen sind oftmals nicht ganz so spontan und auch das Thema Selbstzweifel ist mir nicht unbekannt. Unsicherheit und Angst wird oftmals durch gespielte Arroganz und Gemeinheit überdeckt, was mir im Nachhinein nicht nur einmal leid getan hat, da ich dadurch andere Menschen enttäuscht, gekränkt und auch verletzt habe. Gleichzeitig habe ich auch Angst etwas zu versäumen, was vermutlich mit meinem frühen Einstieg in die Unterhaltungsbranche zu tun hat (ich war 16 oder 17), da ich früher mehr gearbeitet als gelebt habe (Hallo Wochenende, Hallo Samstagabend, …).</p>
<p>Mittlerweile ist vieles anders und <del datetime="2011-06-15T13:15:57+00:00">vermutlich</del> auch besser. Die Probleme sind (teilweise) noch da, aber ich bin mir meiner Fehler besser bewusst und versuche niemanden darunter leiden zu lassen. Ich vermeide es eigentlich offen darüber zu sprechen, denn ich bilde mir ein, dass es nicht dem gesellschaftlichen Bild eines jungen Mannes entspricht. Glücklicherweise habe ich zwei verdammt gute Freunde, die mich in den letzten Jahren unterstützt und mir teilweise unwissentlich wieder gezeigt haben, wie man sein Leben leben sollte und man manches einfach tun muss ohne wirklich darüber nachzudenken.</p>
<p>Niemand ist perfekt und im Zeitalter von sozialen Netzwerken und Medien versteckt sich jeder in seiner eigenen perfekten Welt. Dies beginnt bereits bei der Auswahl des Profilfotos, geht nahtlos mit den perfekten Statusupdates weiter und niemand stört sich daran, denn Online hat niemand Ecken oder Kanten, Online sind wir nur noch Aalglatt.</p>
<p><em>Ergänzung &#8211; 15.06.2011:</em><br />
Die hier angesprochenen Themen sind nicht ganz aktuell, sondern spiegeln einfach viele Situationen in den letzten 10 Jahren wieder. Es geht ebenfalls nicht darum Mitleid zu erhalten oder sich in den Vordergrund zu stellen, sondern rein offen zu seinen (wenn auch zum Teil kleinen) Fehler zu stehen, denn nur so kann man daraus lernen und an sich selbst arbeiten. Der Beitrag soll zum Nachdenken anregen und aufzeigen, dass nicht alles so ist wie es oftmals scheint und wir gerne dazu neigen uns selbst etwas vorzuspielen. Auch wenn dies der zweite eher nachdenkliche Beitrag in relativ kurzer Zeit ist, bin ich derzeit absolut glücklich und mit der aktuellen Situation mehr als zufrieden ;-).</p>
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		<title>Das große Weinen!</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 20:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[meine meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange habe ich überlegt, ob ich die nächsten beiden Absätze überhaupt schreiben soll. Fast noch länger musste abgewogen werden, in wie weit ich meine bisherige Erfahrung im Bereich der Community Arbeit einarbeite und wie genau auf vergangene Sachen eingegangen werden soll. Wem gegenüber wäre der Beitrag unfair? Für die Auftraggebeer, für die Mitstreiter oder gar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange habe ich überlegt, ob ich die nächsten beiden Absätze überhaupt schreiben soll. Fast noch länger musste abgewogen werden, in wie weit ich meine bisherige Erfahrung im Bereich der Community Arbeit einarbeite und wie genau auf vergangene Sachen eingegangen werden soll. Wem gegenüber wäre der Beitrag unfair? Für die Auftraggebeer, für die Mitstreiter oder gar für die Community beziehungsweise einzelnen Personen daraus? Eigentlich ist es mittlerweile egal, denn das Thema Community Arbeit liegt (weit) hinter mir (<a title="Es war einmal … LAN-Partys" href="http://gelurzt.at/2010/02/07/es-war-einmal-lan-partys/">Beitrag 1</a>, <a title="Es war einmal … E-Sport" href="http://gelurzt.at/2010/02/14/es-war-einmal-e-sport/">Beitrag 2</a> und <a title="Es war einmal … meine Zeit bei EA" href="http://gelurzt.at/2010/07/18/es-war-einmal-meine-zeit-bei-ea/">Beitrag 3</a>) und ich blicke mit einem weinenden und auch einem lachenden Auge zurück. Es hat oftmals unheimlich viel Spaß gemacht, war aber noch öfter einfach nur frustrierend. Vor kurzem habe ich wieder bemerkt, wie wenig sich eigentlich in den letzten Jahren verändert hat und wie verzogen und arogant viele Core Gamer sind.</p>
<p>Vielleicht bin ich in einer zu heilen Welt aufgewachsen oder meine Eltern haben mich zu höflich und freundlich erzogen, aber wenn ich an meine Zeit auf Spielemessen zurückdenke, dann erschrecke ich heute noch. Da war zum Beispiel die Games Convention in Leipzig, zu der ich zwei Jahr lang dutzende Webmaster, Modder und Fans im Auftrag eines großen Publishers einladen durfte (siehe Beitrag 3 weiter oben). Es wurden ganzen Jugendherbergen und Hotels gebucht, es wurden Fachbesucherkarten gekauft und dank einer Grundverpflegung in Form von belegten Brötchen, Softdrinks und täglichen Cateringutscheinen war der Hungertod am Messegelände auch in weite Ferne gerückt. Zusätzlich gab es einen Rückzugsbereich mit WLAN, T-Shirts, Q&amp;A Sessions mit den Entwicklern und eine richtig gelungen Party am letzten Abend (auch wenn Selbstlob stinkt, die Partys waren immer verdammt gut). Die geladenen Gäste konnten für wenig Geld (die Anreise war selbst zu finanzieren, wurde aber in Härtefällen zum Teil übernommen) ein richtig gutes Wochenende mit Gleichgesinnten verbringen und ich persönlich wäre vermutlich unheimlich glücklich und auch dankbar gewesen. Es gab einige Gäste die ähnlich dachten und fühlten, aber für etwa 40% war dies alles nicht genug. Man reicht die Hand und plötzlich merkt man, dass der gesamte Arm brutal weggerissen wurde und die Schuld trägt man natürlich selbst. Die Aktion &#8220;Ich versuche mir jeden Tag fünf Cateringgutscheine zu holen&#8221; ist vermutlich das geringste Thema überhaupt gewesen. Sehr bemerkenswert fand ich dabei immer, wie skrupellos gegrinst wird, wenn man die Sache aufgeklärt hat und der Webmaster, Modder oder Fan ohne zusätzliche Gutscheine das Feld räumen muss. Die Frage nach zusätzlichen Fachbesucherkarten für Freunde, Freundin, Hund oder Clankollegen fällt auch in den gleichen Bereich und der versuchte Klau von Partyeinladungen ist eigentlich auch keine wirkliche Erwähnung mehr wert. Eine meiner Lieblingsaktionen war jedoch die Belagerung eines Zimmers in einer Jugendherberge. Das Zimmer war für drei geladene Gäste vorgesehen, wovon zwei aus persönlichen Gründen vorzeitig abreisen musste. Der übrig gebliebe Gast wurde kurz darauf von mir rausgeworfen, nachdem ich vom Betreiber gegen 22:00 angerufen wurde und vor Ort festgestellt habe, dass plötzlich acht (!) Freunde zusätzlich das gemütlich eingerichtete Dreibettzimmer bezogen haben (inkl. Feldbetten und Schlafsäcke). Es wird weder gefragt oder Rücksprache gehalten, es wird einfach auf Teufel komm raus probiert, gelogen und betrogen. Ähnlich war das Ding mit der Party, für die jedes Jahr Einladungen verteilt wurden (und ich spare mir das Thema mit zusätzlichen Einladungen für die Oma oder die Freundin). Die Einladungen waren (versteckt) markiert und so war es möglich zu erkennen, welche Einladung wem gegeben wurde. Nicht nur einmal ist es passiert, dass jemand seine Einladung im Hotel vergessen hat und etwa 15 Minuten später die markierte Einladung von jemand anderen vorgezeigt wurde. Meist wurde der Einlass auch gewährt (weil es praktisch egal war), aber ich verstehe die Gedankengänge dahinter einfach nicht. Da bekommt man praktisch alles in den Arsch geschoben und lügt und betrügt trotzdem soweit es geht …</p>
<p>Gleichzeitig sind das aber auch die Gamer, die im Internet die Klappe am weitesten aufreißen. Zuletzt ist mir dies vor und während des Kinect Launches aufgefallen, da zu diesem Zeitpunkt Microsoft seine Marketingstrategie massiv geändert hat. Die Fokussierung der Zielgruppe wurde deutlich aufgeweicht und Kinect wurde in Richtung Otto Normalverbraucher vermarktet. Dies gefällt natürlich dem jahrelang verwöhnten Core Gamer von heute nicht und das Weinen in den Foren war unheimlich groß. Phrasen wurden geschwungen und der Untergang der Xbox 360 als Core Gamer Konsole war schon am Horizont erkennbar. Niemand wollte verstehen, dass diese neue Zielgruppe für Microsoft unheimlich wichtig ist und noch unverständlicher war die Eventpolitik. Es gab keine Pulse Events mehr, aber dafür wurde in die Game City investiert, die ja nichts für richtige Spieler ist. Das Traurige daran ist aber, dass es die Core Gamer eigentlich nicht anders verdienen. Ich erinnere mich noch an den Versuch eines Forentreffen des offiziellen Xbox Forums auf der Game-City, zu dem dann ganze zwei Personen (inklusive mir) erschienen sind. Dann gab es Anfang des Jahres eine Gears of War 3 Preview Tour mit Stationen in Graz, Innsbruck in Wien und obwohl der Zahnrad Shooter wohl der Core Titel für dieses Jahr ist, war die Anzahl der Besucher &#8230; sagen wir mal eher niedrig. Da wird massiv Geld in die Hand genommen um wieder etwas für die Zielgruppe von früher zu machen und das Einzige was folgt ist die Enttäuschung. Der Besuch von einer solchen Veranstaltung ist natürlich mit einem gewissen Aufwand verbunden und mir ist auch bewusst, dass nicht jeder an jedem Tag Zeit haben kann, aber eine solch geringe Beteiligung ist einfach nur traurig. Ähnlich war auch die Sache mit der Verlosung von Gears of War 3 Beta Codes im offiziellen Xbox Forum, bei der in Summe nur eine einzige Person mitgemacht hat.</p>
<p>Sind Core Gamer wirklich so verzogen und faul oder habe ich immer mit den falschen Leuten zu tun? Sehe ich nur noch die negativen Beiträge und Kommentare? Wird das Motto &#8220;Don&#8217;t be a dick&#8221; wirklich nicht mehr gelebt? Mir ist bewusst, dass man sich eher an die schlechten Erfahrungen erinnert und die guten Momente leichter vergisst, aber eine gewisse Grundarroganz ist leider feststellbar.</p>
<p><em>Eine kleine Bemerkung am Rande: Dieser Text spiegelt meine persönliche Meinung wieder und manche Sätze sind gewollt überspitzt formuliert. Zusätzlich möchte ich darauf hinweisen, dass ich während der letzten Jahre viele angenehme Gaming Bekanntschaften erleben durfte, aber leider auch massive Enttäuschungen hinnehmen musste.</em></p>
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		<title>Wertschöpfung und Rausverkauf</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Dec 2010 21:55:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ich mit mittlerweile zu oft wiederholten Sätzen beginnen müsste, dann stünde hier eine Geschichte von früher, als ich noch Module für das Super NES um 1300 Schilling gekauft habe. Für diese hart gesparten Geldeinheiten gab es keine Collectors Edition, denn dies war der normale Preis, den die Spieleindustrie einst für das Luxushobby der Videospieler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich mit mittlerweile zu oft wiederholten Sätzen beginnen müsste, dann stünde hier eine Geschichte von früher, als ich noch Module für das Super NES um 1300 Schilling gekauft habe. Für diese hart gesparten Geldeinheiten gab es keine Collectors Edition, denn dies war der normale Preis, den die Spieleindustrie einst für das Luxushobby der Videospieler haben wollte.</p>
<p>Im Preis eines Videospiels verstecken sich viele Kosten und den richtigen Wert zu definieren fällt schwer. Ein Blick in Richtung Amazon zeigt, dass der Wert je nach Plattform variiert und beim regulären Vertriebsweg zwischen 60 Euro für Xbox 360 sowie Playstation 3 Spiele und 35 Euro für Nintendo DS Titeln liegt. Gerne wird auch für die Wertschöpfung der hinkende Vergleich mit dem Kino gesucht: ein Film dauert zwei Stunden, die Kinokarte kostet acht Euro und der Gegenwert für eine Stunde Unterhaltung liegt bei vier Euro. Versucht man dies nun in die Welt der Videospiele zu übertragen, darf ein Einzelspielertitel mit sechs Stunden Spielzeit 24 Euro kosten und eine Simulation mit der man 50 Stunden verbringt, müsste für 200 Euro den Besitzer wechseln.</p>
<p>Diese Milchbubenrechnung kann natürlich nicht aufgehen und der Handel hat sich nach dem Gesetz der freien Marktwirtschaft bei den oben angeführten Werten eingependelt. So weit so gut, wenn da nicht dieser neue Vertriebsweg der digitalen Distribution langsam aber sicher immer stärker wird. Der im Juli 2008 gestartet App Store für das iPhone machte den digitalen Verkauf massenkompatibel und sorgte kurz später für eine drastische Reduzierung der Wertschöpfung von Spielen. Lagen am Anfang die Preise noch bei etwa 5 Euro so kannibalisieren sich seit geraumer Zeit die Anbieter selbst und ein Verkaufspreis von 0,79 Euro hat sich eingebürgert. Ein rascher Blick auf die 25 meistverkauften Spiele zeigt, dass es nur zwei Titel wagen die anscheinend magische Grenze von einem Euro zu durchbrechen und noch trauriger wird die Sache, wenn man sich die Beteiligten ansieht, denn auch EA oder Ubisoft spielen beim Preisdumping mit.</p>
<p>Die fadenscheinige Ausrede mit weniger Pixel kosten weniger Geldeinheiten mag vielleicht am Smartphone Sektor funktionieren, aber der im App Store begonnene Trend setzt sich mittlerweile auch am PC Sektor fort. Steam hat sich als der digitale Distributionskanal schlechthin etabliert und de facto setzen alle Publisher auf die Plattform. Sind früher oftmals Monate oder sogar Jahre bis zur Budgetversion vergangen, so sind es mittlerweile nur noch Wochen. Verstärkt wird dies zusätzlich durch Rabattaktionen, deren Häufigkeit sowie Umfang stetig zunimmt und mittlerweile schon die Ausmaße eines Rausverkaufs annimmt, obwohl es sich um nicht limitierte digitale Güter handelt. Während der Feiertage liegt der durchschnittliche Rabatt bei 50% auf den gesamten Katalog und kurzfristige Rabatte von 75% sind die Regel. Erschreckend ist, dass hier viele Titel unter Wert verkauft werden und so zum Beispiel ein Battlefield Bad Company 2 für 13,60 Euro den Besitzer wechselt oder das erst kürzlich erschienen Super Meat Boy mit 3,50 Euro sogar den imaginären Gegenwert für eine Stunde Unterhaltung unterbietet.</p>
<p>Der beabsichtige Verkauf an die Masse funktioniert und in meiner Freundesliste ist es derzeit normal, dass man sieben oder acht Spiele täglich kauft, da durch den geringen Preis der Kauf zum No-brainer wird. Genau die Spielefirmen, die ihre Kunden die letzten Jahre darauf trainiert haben, dass 60 Euro ein angemessener Preis ist, sind nun auf den Zug nach Billighausen aufgesprungen und erwarten sich durch die Massenverkäufe höhere Gewinne. Aufgrund der fehlenden Verpackung, des fehlenden Datenträgers, dem Wegfall des Gebrauchtmarktes, fehlenden Zwischenhändlern und den geringen Kosten für die Distribution mag dies vielleicht rechnerisch funktionieren, aber die Frage ist wie lange und auf welche Kosten.</p>
<p>Da gibt es Spieler, die ein Spiel am Tag der Veröffentlichung kaufen und dafür den vollen Preis bezahlen und innerhalb von wenigen Wochen mit einem massiven Preisverfall bestraft werden. Ein warnendes Beispiel ist zum Beispiel Battlefield Bad Company 2 für das iPhone, welches im App Store innerhalb von sieben Tagen einen Preisverfall von 5,49 Euro auf 0,79 Euro durchlaufen hat. Früher Monate, dann Wochen und jetzt sind es Tage und je kürzer die Zeitspanne ist, desto höher der Frustfaktor für Releasekäufer und ein solch betrogener Kunde wird in Zukunft sicherlich nicht mehr den vollen Preis zahlen. Genau diese verärgerten Spieler sind es aber, die für die Branche einen ungemeinen Wert ausmachen, da derzeit mit diesen Kunden der Großteil der Entwicklungskosten abgedeckt wird. Am iPhone sind diese zwar gering und der Verkauf an die Masse ist kostendeckend, aber bei teuren Produktionen für den PC scheint dies immer unrealistischer.</p>
<p>Kunden die einmal über den Tisch gezogen wurden, werden in Zukunft immer häufiger die kostengünstigere Version abwarten, wodurch immer weniger Spieler den vollen Preis zahlen. Durch geringere Verkäufe in dieser wichtigen Phase findet der Rausverkauf immer früher statt und pro fehlenden Vollpreiskäufer müssen durchschnittlich drei bis vier reduzierte Versionen über den digitalen Ladentisch gehen. In den letzten Jahren sind die Entwicklungskosten deutlich gestiegen und auch die Anzahl der Spieler legte glücklicherweise ein ähnliches Wachstum hin, wodurch die Rechnung irgendwie aufgegangen ist. Irgendwann ist aber der Markt gesättigt an Spielern sowie Spielen und die Zahl der potentiellen Kunden wird stagnieren und was heute noch knapp positiv ist, ist morgen vielleicht schon leicht defizitär.</p>
<p>Der Wert von Videospielen sinkt derzeit gefährlich schnell und es wird künftig für die Hersteller schwer eine angemessene Wertschöpfung zu schaffen. Ich habe nichts gegen günstige Spiele, aber ohne gefüllte Kassen sinkt die Freude am Experiment und der mittlerweile bereits vorhandene Trend zur Serienproduktion wird in Zukunft wohl leider noch stärker werden als bisher. Früher waren es illegalen Versionen, die laut Herstellern der Industrie geschadet haben und nun schadet sich die Industrie selbst und merkt es nicht einmal.</p>
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		<title>Das nennt sich Demo?</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Oct 2010 14:21:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dem Xbox LIVE Marktplatz tummeln sich etliche Demos zu Vollpreisspielen und auch jeden Mittwoch gibt mit neuen Arcarde Titeln Nachschub an der Probierfront. Was ich in den letzten Tagen dort aber als Demo vorgefunden haben, kann eigentlich nur mit einem Attribut beschrieben werden, nämlich lächerlich. Eine Demo soll eigentlich etwas vom Spiel zeigen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Xbox LIVE Marktplatz tummeln sich etliche Demos zu Vollpreisspielen und auch jeden Mittwoch gibt mit neuen Arcarde Titeln Nachschub an der Probierfront. Was ich in den letzten Tagen dort aber als Demo vorgefunden haben, kann eigentlich nur mit einem Attribut beschrieben werden, nämlich lächerlich.</p>
<p>Eine Demo soll eigentlich etwas vom Spiel zeigen und Lust auf mehr machen. Es sollten darin Spielmechaniken vorgeführt und auch ausgetestet werden und im besten Fall soll anhand des Gespielten eine Kaufentscheidung getroffen werden können. Dies funktioniert natürlich nicht immer und auch das ursprüngliche Konzept der Demo (den oder die ersten Level spielen lassen) kann nicht auf alle modernen Spiele einwandfrei angewendet werden. Reine Multiplayertitel haben es hier meist etwas schwerer, aber Battlefield 1943 hat zum Beispiel die Gratwanderung in meinen Augen mit 20 Minuten freier Spielzeit ganz gut geschafft.</p>
<p>Etwas unglücklicher ist es zum Beispiel Castlevania: Lords of Shadow (<a id="static_txt_preview" href="http://www.amazon.de/gp/product/B0046EDK44?ie=UTF8&amp;tag=gelurztat-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0046EDK44">Amazon Link</a>) ergangen. Nachdem etwa 2 GB an Daten auf die Festplatte geschaufelt wurden, ging es mit einem hübschen Intro los und man wurde dann auch ins Spielgeschehen geworfen, um einige Werwölfe in bester Hack and Slay Marnier zu verprügeln. In Summe folgten noch ein paar hübsche Zwischensequenzen, zwei oder drei verschiedene Typen von Werwölfen und ein kurzes Video mit Spielsequenzen aus der Vollversion. In den etwa 15 Minuten Spielzeit schaffte ich es nicht mir ein ordentliches Bild vom Spiel zu machen, denn im Gegensatz zu meinen Eindrücken, deuten die Reviews auf ein ordentliches wenn nicht sogar gutes Spiel hin (<a href="http://www.metacritic.com/game/xbox-360/castlevania-lords-of-shadow">aktueller Metacritic Score: 83</a>).</p>
<p>Noch merkwürdiger wurde die Probiererfahrung, als die erste Episode von Sonic 4 anstand. Im Gegensatz zu Castlevania wiegt der Download hier nur knapp 200 MB, aber dafür wird die Spielzeit mit etwas unter zwei Minuten deutlich unterboten (wenn man gut ist, schafft man es auch in etwa <a href="http://www.youtube.com/watch?v=PrkeyrU3wSw">41 Sekunden</a>). Es wird natürlich das Gameplay vermittelt, aber nach dem ersten Akt in der ersten Zone tritt trotzdem etwas Ratlosigkeit auf. Weder die Beschreibung beim Download, der verführerische Kaufen Bildschirm noch die offizielle Seite informieren in irgendeiner Form über den Spielumfang. Sinnvoll wäre es anzugeben, dass zum Beispiel in Summe vier Welten mit je drei Akten vorhanden sind, aber so ganz ohne konkrete Info ist Sonic 4 mit einem Preis von etwa 15 Euro definitiv kein No-Brainer.</p>
<p>Den Vogel unter den Probierversionen hat aber definitiv Dead Space Ignition abgeschossen. Das Prequal zum zweiten Teil des Science-Fiction-Survival-Horror-Spiel liegt mit 2 GB ähnlich dick in der Leitung wie Castlevania, bietet aber im Vergleich zu Sonic 4 noch viel weniger Gameplay. Los geht es mit einem Intro von zwei Minuten, danach folgt ein etwa sechzig Sekunden langes Video zur Erklärung des folgenden Minispiels, welches dann nach weiteren sechzig Sekunden geschafft ist und gleichzeitig das Ende der Demo ist. In der Beschreibung am Marktplatz wird noch von <em>&#8220;einzigartigen Hack-Spielen&#8221;</em> und <em>&#8220;knifflige Puzzle-, Tower-Offense- und Rennspiele&#8221;</em> gesprochen, in der Demo sieht man davon aber wenig, nein sehr wenig. Statt dem Download sollte man lieber einen Blick auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dZ3rqKWRX2M">YouTube</a> werfen, denn mehr als einen interaktiven Trailer liefert EA mit der Demo zu Dead Space Ignition nicht ab.</p>
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		<title>Game-City 2010 &#8211; Win or Fail?</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 19:50:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[game-city]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach der Game-City ist vor Game-City und im Gegensatz zu letztem Jahr, vereinfache ich meinen Rückblick heuer grundlegend. Die Welt kann ab und zu ganz einfach sein und daher folgt die Auflistung meiner persönlichen WIN und FAIL Liste zur Game-City 2010 im Wiener Rathaus: WIN: Gran Turismo macht einfach Spaß! Das kleine und sehr coole [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Game-City ist vor Game-City und im Gegensatz zu <a href="http://gelurzt.at/2009/10/05/game-city-09-spielend-ins-rathaus/">letztem Jahr</a>, vereinfache ich meinen Rückblick heuer grundlegend. Die Welt kann ab und zu ganz einfach sein und daher folgt die Auflistung meiner persönlichen WIN und FAIL Liste zur Game-City 2010 im Wiener Rathaus:</p>
<p><strong>WIN:</strong></p>
<ul>
<li>Gran Turismo <a href="http://picasaweb.google.at/lh/photo/oEH2Ol8WrDRHm-qS2zzJrQ?feat=directlink" target="_blank">macht einfach Spaß</a>!</li>
<li>Das kleine und sehr coole <a href="http://forums.xbox.com/34141029/ShowPost.aspx" target="_blank">xbox.com Forentreffen</a> mit Pathfinder und Jonaya.</li>
<li><a href="http://www.youtube.com/watch?v=y9Npt6coVWQ" target="_blank">Kinect</a>!</li>
<li><a href="http://picasaweb.google.at/lh/photo/oK5ehwrl92OTJRSvCwoo0Q?feat=directlink" target="_blank">Viele</a> <a href="http://picasaweb.google.at/lh/photo/RsbczwK7Qn9lUf23U7DDwA?feat=directlink" target="_blank">alte</a> <a href="http://picasaweb.google.at/lh/photo/cvYIU8k5LD4IoK0uO67aMw?feat=directlink" target="_blank">Bekannte</a> treffen (inkl. speziellen Gruß an Verena von Ubisoft und Fatih von consol.at).</li>
<li>Der <a href="http://xboxblog.at/presseaussendungen/absolute-spielfreude-mit-xbox-360-auf-der-game-city/" target="_blank">Xbox Messeauftritt</a>, die coolen Ideen wie die Kinect Videos, <a href="http://xboxblog.at/blog/game-city-goldmember-seid-beh-uuml-tet/" target="_blank">das Merchandise</a> und den herausragende Einsatz des österreichischen Xbox Teams im Vergleich zu den anderen Ausstellern (ausgenommen der consol.at Mannschaft).</li>
<li>Die coole Ubisoft Standdeko mit vielen <a href="http://picasaweb.google.at/lh/photo/RGq7yWgFfp43kErokeSo9A?feat=directlink" target="_blank">verrückten Hasen</a>.</li>
<li>Zu sehen, wie das Thema Videospiele mittlerweile alltäglich für viele Generationen wird.</li>
</ul>
<p><strong>FAIL:</strong></p>
<ul>
<li>Das Essen war im Vergleich zum Vorjahr richtig schlecht und auch ungünstig platziert.</li>
<li>Der generelle Aufbau war einfach nur merkwürdig, denn viele Besucher haben es nur bis zum Sony Stand im Arkadenhof geschafft (weil die Treppe in den Gaming Room wirklich gut versteckt war).</li>
<li>Nintendo, da nichts aktuelles gezeigt wurde (weder Donkey Kong noch Kirby oder Zelda).</li>
<li>Die 3D Demos am Sony Stand, denn DAS wird definitiv niemals richtig funktionieren.</li>
<li>Sponsoren sind wichtig, aber den Leuten nur Papier- und Plastikmüll in die Hände zu drücken bringt nichts.</li>
<li>Ich selbst, da ich zuwenig Zeit und Lust für <a href="http://picasaweb.google.at/christoph.lurz/GameCity2010?feat=directlink" target="_blank">ordentliche Fotos</a> hatte.</li>
</ul>
<p>Sorry an alle, die ich vergessen habe und ein Danke an alle, die Zeit hatten, ein paar Worte mit mir zu wechseln. Zwecks allgemeiner Erheiterung folgt nun nochmals mein persönliches Kinect Video:</p>
<p style="text-align: center;"><object width="500" height="306"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/y9Npt6coVWQ?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/y9Npt6coVWQ?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="306"></embed></object></p>
<p><em>PS: Über persönliche WIN und FAIL Listen in den Kommentaren würde ich mich außerordentlich freuen ;-).</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Grauen in Halle 9</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 20:37:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[gamescom]]></category>
		<category><![CDATA[meine meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu Beginn möchte ich darauf hinweisen, dass es sich bei diesem Text um einen kleinen Rant handelt, aber es muss einfach sein. Fünf Tage konnte ich in Köln verbringen und auch den Großteil davon in den Hallen der Koelnmesse, wo die diesjährige gamescom stattfand. Es war nicht meine erste große Messe (siehe &#8220;Es war einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Beginn möchte ich darauf hinweisen, dass es sich bei diesem Text um einen kleinen Rant handelt, aber es muss einfach sein. Fünf Tage konnte ich in Köln verbringen und auch den Großteil davon in den Hallen der Koelnmesse, wo die diesjährige gamescom stattfand. Es war nicht meine erste große Messe (siehe &#8220;<a href="http://gelurzt.at/2010/07/18/es-war-einmal-meine-zeit-bei-ea/">Es war einmal … meine Zeit bei EA</a>&#8220;), aber dieses Mal durfte ich das Grauen in Halle 9 kennenlernen.</p>
<p>Eigentlich war der Plan der Veranstalter ganz gut, denn nachdem nach Leipzig auch keine Onlineausteller mehr wollten, erklärte man einfach die Halle 9 zum Ort der Online- und Browsergames. Ein Themenschwerpunkt sollte es werden, aber irgendwie landete alles in besagter Halle, was nicht genau einzuordnen war. Und so tummelten sich neben NCsoft, Bigpoint, Trion Worlds, Perfect World, gamigo oder Frogster Entertainment auch andere Institutionen wie Roccat, Raptor oder Turtle Entertainment mit der ESL in der Halle der Onlinewelten.</p>
<p>Und da nicht alle Firmen überzeugende Produkte hatten, wurden kurzerhand andere Maßnahmen ergriffen um möglichst jegliche Aufmerksamkeit zu gewinnen. Obligatorisch sind leicht bekleidete Damen, die junge pubertierende männliche Wesen anlocken und natürlich auch das bei Jägern und Sammlern beliebte Wurfspiel mit Lanyards und T-Shirts. Dazu kommt im Regelfall noch ein selbsternannter Disk-Jockey der stetig Disco Pogo spielt und die bereits erwähnten Damen dürfen dazu auf der Bühne rumhüpfen. Aufgelockert wird die Sache mit unkreativen Schreiduellen und einem Marktschreier, der sich Moderator nennt und selbst extrem lustig findet.</p>
<p>Dezibel-Beschränkungen werden überbewertet und natürlich ist es Pflicht vom eigenen Stand aus möglichst viele Stände rundherum mit zu beschallen, denn dann haben alle was davon. Das Traurige daran ist leider, dass es funktioniert und die Halle 9 war jedes Mal als ich vorbeigegangen bin gut gefüllt &#8230;</p>
<p>Liebe Freunde der Koelnmesse, die Idee eine Themenwelt zu schaffen ist gut, aber anscheinend wissen nicht alle Onlinebuden wie man sich richtig auf einer Messe zu verhalten hat, denn eine Messe ist nicht das Internet. Bitte achtet in Zukunft darauf, dass es eine Limitierung der Lautstärke gibt, Publikumsbereiche einer Bühne nicht in einen anderen Stand münden und das Wichtigste, kontrolliert auch die Einhaltung dieser Punkte. Ansonsten werden irgendwann Firmen wie NCsoft relativ schnell sauer und wollen bald weg aus der Disco-Marktschrei-Bikini-Welten Halle.</p>
<p><em>Alle Beiträge, Fotos und Videos gibt es zusammengefasst im <a title="Coverage 2.0: gamescom 2010" href="http://gelurzt.at/2010/07/07/coverage-2-0-gamescom-2010/">Startbeitrag</a>.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kinect und so</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 22:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[gamescom]]></category>
		<category><![CDATA[kinect]]></category>
		<category><![CDATA[meine meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich zum Start die relevante Info: Kinect funktioniert! Seit der Bekanntgabe im letzten Jahr war ich nicht wirklich überzeugt und auch die letzte E3 hat den einen oder anderen Zweifel nicht beseitigen können. Dank Jonaya und Tgrass vom xboxblog.at war es mir möglich am Mittwoch Abend beim Community Gathering am Xbox Stand auf der gamescom dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gleich zum Start die relevante Info: Kinect funktioniert! Seit der Bekanntgabe im letzten Jahr war ich nicht wirklich überzeugt und auch die letzte E3 hat den einen oder anderen Zweifel nicht beseitigen können. Dank <a href="http://live.xbox.com/member/Jonaya" target="_blank">Jonaya</a> und <a href="http://live.xbox.com/member/Tgrass" target="_blank">Tgrass</a> vom <a href="http://xboxblog.at" target="_blank">xboxblog.at</a> war es mir möglich am Mittwoch Abend beim Community Gathering am Xbox Stand auf der gamescom dabei zu sein und nach einer kurzen Präsentation zu Fable III, Halo Reach und Kinect bestand dann die Möglichkeit alle bisher angekündigten Kinect Spiele, sowie die beiden Blockbuster Titel ohne Warteschlange bei dem einen oder anderem kühlen Getränk ausführlich anzuspielen.</p>
<p>Technisch funktionieren die Kinecttitel sehr gut und der gefürchtete Kinect Lag war für mich bei den gezeigten Spielen nicht wirklich vorhanden. Auch die Steuerung durch die Menüs ging flott von der Hand, einzig bei raschen und hektischen Bewegungen gibt es noch Probleme bei der Erkennung. Hier hilft es meist einmal kurz durchzuatmen und dann in einem normalen Tempo die gleiche Handbewegung erneut durchzuführen. Sehr geschickt war die Menüsteuerung zum Beispiel bei Dance Central gelöst. Um die einzelnen Menüpunkte auszuwählen muss mit der rechten Hand eine Wischbewegung nach links durchgeführt werden und um ins letzte Menü zu wechseln erfolgt die gegengleiche Bewegung mit der linken Hand. Bei den anderen Spielen erfolgt die Navigation über große Schaltflächen, die aktiviert werden in dem man seine Hand auf dieser ein paar Sekunden verharren lässt.</p>
<p>Dance Central ist auch mein absoluter Favorit im Release-Lineup und es ist erstaunlich wie schnell und einfach man ins Spiel kommt. Ich traf vor Ort eine nette Promotorin, die ebenfalls das erste Mal Kinect spielte (aber vorbelastet durch Ballettunterricht war) und nach etwa 30 Minuten war es für Sie ohne Probleme möglich auf dem höchsten der drei Schwierigkeitsgrade zu tanzen. Die Umsetzung ist wie man es von Harmonix erwartet einwandfrei und ähnlich wie bei Rock Band möchte man nach ein paar Runden des Zusehens einfach mitspielen. Durch die unterschiedlichen und gut abgestimmten Schwierigkeitsgrade schafft es auch der unbegabteste Tänzer rasch ein paar Punkte zu bekommen und innerhalb kürzester Zeit befindet man sich dritt oder zu viert vor der Konsole um gemeinsam zu tanzen. Hört sich merkwürdig an, wirkt merkwürdig macht aber extrem viel Spaß.</p>
<p>Ein weiterer Titel der mich wirklich fasziniert hat war Kinectimals. Natürlich ist das Spiel nichts für den Core Gamer, aber unter Berücksichtung der richtigen Zielgruppe bin ich absolut überzeugt, dass der Titel abgehen wird Luzis Katze. Es ist irgendwie schon witzig, wenn man die Katze krault und dann ein paar blöde Sachen macht (Tipp: auf ein Bein stellen, springen und dann umfallen). Der ebenfalls gezeigte Hindernisparcour macht auch Laune und nach ein paar Runden um die Wette laufen, ist man auch etwas außer Atem.</p>
<p>Kinect ist anders als das bisher da gewesen und es macht Spaß. Kinect kann körperlich anstrengend sein und die bisher gezeigten Spiele motivieren auch Nichtspieler vielleicht eine Runde mitzuspielen. Wenn jetzt noch das Marketing richtig aufgebaut wird (und bisher scheint es so), dann sollte einem erfolgreichen Start am 10. November 2010 nichts mehr im Wege stehen.</p>
<p><em>Alle Beiträge, Fotos und Videos gibt es zusammengefasst im <a title="Coverage 2.0: gamescom 2010" href="http://gelurzt.at/2010/07/07/coverage-2-0-gamescom-2010/">Startbeitrag</a>.</em></p>
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		<title>War früher alles besser?</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 19:59:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Früher war der Sommer wärmer, im Winter gab es mehr Schnee, der Frühling war schöner und der Herbst länger oder kurz gesagt, es war einfach alles besser. Ähnlich verhält es sich mit Videospielen und nur allzugerne schwelge ich in Erinnerungen an NES, SNES und dem N64. Gleichzeitig hört man an jeder Ecke im Internet, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früher war der Sommer wärmer, im Winter gab es mehr Schnee, der Frühling war schöner und der Herbst länger oder kurz gesagt, es war einfach alles besser. Ähnlich verhält es sich mit Videospielen und nur allzugerne schwelge ich in Erinnerungen an NES, SNES und dem N64. Gleichzeitig hört man an jeder Ecke im Internet, dass früher die Spieldauer länger war, der Schwierigkeitsgrad höher und auch die Ideen frischer und die aktuellen Titel einfach zu <em>weich</em> sind.</p>
<p>So gerne ich an meine Kindheit und die unzählige Stunden mit Mario, Donkey Kong, Banjo und auch den DucktTales zurückdenke, so bin bin ich eigentlich ganz froh mit der aktuellen Situation der Videospiele. Der höhere Schwierigkeitsgrad hat mich oftmals zur Verzweiflung gebracht und auch bei etlichen Modulen war es mir nicht vergönnt den Endgegner zu erreichen, da ich nicht nur einmal an einer für mich unmenschlichen Stelle festgesteckt bin. Vielleicht lag es auch an meinem Können, aber das Fehlen einer Speicherfunktion (und ich Rede noch gar nicht von einer Quicksave Funktion) sowie eine streng begrenzte Anzahl an Leben haben die Schwierigkeit und die Frustmomente deutlich in die Höhe getrieben. Heute werden solche Frustmomente mit einer sinnvollen Quicksave Funktion deutlich entschärft und manche Spielen gehen sogar noch weiter und passen den Schwierigskeitsgrad dynamisch an oder bieten nach einer gewissen Anzahl an gescheiterten Versuchen computergestützte Hilfen an.</p>
<p>Die Spieldauer ist auch so eine Sache für sich. Durch die bereits erwähnte fehlende Speicherfunktion mussten Spielabschnitte, ganze Levels oder im schlimmsten Fall auch das ganze Spiel immer und immer wieder gespielt werden. Diese Wiederholungen (ich konnte 75% von Super Mario Bros. blind und im Schlaf spielen) und ein oftmals fehlendes oder sehr minimalistisches Tutorial haben die Spieldauer künstlich verlängert. Beim Schwelgen in Kindheitserinnerungen neigt der Mensch dazu, solche tendenziell unspannenden Erlebnisse auszublenden und was übrig bleibt ist, ist die Erinnerung wieviele Wochen oder gar Monate man nicht mit dem Modul verbracht hat.</p>
<p>So gerne man sich an die gute alte Zeit auch zurückerinnert, früher war nicht alles besser, sondern einfach anders.</p>
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		<title>Scott Pilgrim gegen Universal Pictures</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 19:10:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich mal wieder ein paar nette Worte schreiben, aber daraus wird heute leider nichts. Als regelmäßiger Kinobesucher und auch kleiner Geek, stolpere ich immer wieder über nette Filmtrailer und darunter war auch vor einigen Monaten der Trailer zu Scott Pilgrim vs. the World (oder Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich mal wieder ein paar nette Worte schreiben, aber daraus wird heute leider nichts. Als regelmäßiger Kinobesucher und auch kleiner Geek, stolpere ich immer wieder über nette Filmtrailer und darunter war auch vor einigen Monaten der Trailer zu Scott Pilgrim vs. the World (oder Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt in der übersetzten Version).</p>
<p>Der Film basiert auf einer Graphic Novel und der Plot ist auch schnell zusammengefasst. Der 23-jährige Scott hat ein nicht so tolles Leben, keinen Job, spielt in einer unterdurchschnittlichen Band und mit den Mädchen klappt es auch nicht so. Plötzlich taucht die hübsche Ramona auf und Scott verliebt sich Hals über Kopf und alles wäre gut, wenn da nicht sieben teuflische Exfreunde sich zwischen ihn und seiner Ramona stellen würden.</p>
<p>Die Werbetrommel ist angelaufen und neben <a href="http://trailers.apple.com/trailers/universal/scottpilgrimvstheworld/" target="_blank">Trailern</a>, <a href="http://www.fuenf-filmfreunde.de/2010/06/11/6-character-poster-fur-scott-pilgrims-7-evil-exes/" target="_blank">Postern</a>, <a href="http://www.youtube.com/scottpilgrimremixes" target="_blank">YouTube Remixe</a> ist unter anderem auch ein <a href="http://www.eurogamer.net/game/scott-pilgrim-contra-el-mundo-el-videojuego-xbox360" target="_blank">8-Bit Side-Scroller als Downloadspiel</a> angekündigt worden. Bereits nach den ersten Trailern war klar, dass die Kernzielgruppe die internetaffine Generation junger Männer sein wird.</p>
<p>Anscheinend muss aber der gute Scott nicht nur gegen Exfreunde und Exfreundinnen kämpfen, sondern auch gegen den Filmverleih in Form von Universal Pictures. Die internationale Marketingkampagne ist mittlerweile auf dem Höhepunkt und der Film startet am 13. August 2010 in den US-Kinos. Anscheinend ist es immer noch wirklich einfach einen weltweiten Release zu schaffen und so hat sich der Filmverleih Universal Pictures dazu entschlossen, den Film erst am 07. Jänner 2011 auf die deutschsprachigen Kinobesucher loszulassen. Zu diesem Zeitpunkt sind ja auch nur 21 Wochen vergangen und heutzutage ist das ja gar nicht solange. In Zeiten von immer kürzer werdenden Zeitfenstern zwischen Kino und DVD Veröffentlichung, stellt sich sogar die Frage ob bei einem US DVD Import die silberne Scheibe nicht sogar vor dem Kinostart eintreffen würde. Ebenfalls würde ich mir auf keinem Fall Sorgen machen, dass diese internetaffine Zielgruppe vielleicht in der Lage ist, den Film auch auf <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Paramount-Google-ist-groesste-Raubkopie-Suchmaschine-1029423.html" target="_blank">anderen Umwegen</a> zu konsumieren. (Achtung: in den letzten Sätzen hat sich etwas Sakasmus versteckt).</p>
<p>Also liebe Filmindustrie und liebe Leute bei Universal Pictures: Das Internet funktioniert über Landesgrenzen und wenn schon ein Film auf eine internetaffine Zielgruppe abgestimmt wird, dann sollte man das auch bei den Startterminen in den unterschiedlichen Ländern richtig wählen und sich im Nachhinein nicht über die vielleicht suboptimalen Besucherzahlen in den betroffenen Ländern wundern.</p>
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		<title>Das große Kinect-Preis-Whinen</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 19:49:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach monatelanger Wartezeit kann ich nun endlich einen Beitrag mit folgenden Worten starten: Endlich ist es soweit! Microsoft hat heute neben einer neuen Xbox 360 Arcade (aka Xbox 360 4GB) auch die Preisgestaltung für Kinect, sowie dem zugehörigen Bundle veröffentlicht. Die schwarze Sensorbar wird inklusive Kinect Adventures für 150 Euro im Laden stehen und im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach monatelanger Wartezeit kann ich nun endlich einen Beitrag mit folgenden Worten starten: <em>Endlich ist es soweit!</em> Microsoft hat heute neben einer neuen Xbox 360 Arcade (aka Xbox 360 4GB) auch die Preisgestaltung für Kinect, sowie dem zugehörigen Bundle veröffentlicht.</p>
<p>Die schwarze Sensorbar wird inklusive Kinect Adventures für 150 Euro im Laden stehen und im Bundle mit der neuen Xbox 360 4GB für den doppelten Preis den Besitzer wechseln. Gleichzeitig mit der Ankündigung hat auch das große Kinect-Preis-Whinen angefangen, da man derzeit für die alte Arcade Version in etwa den gleichen Preis wie für die Kameraleiste zahlt. Ein Blick auf Twitter zeigt, dass die Kernzielgruppe nicht wirklich glücklich darüber ist und dies ist auch genau die Zielgruppe, die zur E3 auf die Web 2.0 Barrikaden gestiegen ist, da Kinect ja nur Casual und so ist. Tatsächlich ist vermutlich der jetzt angekündigte Preis egal, denn auch bei 100 Euro wären ein aufgebrachter Mob mit Fackeln und Mistgabel auf Microsoft im Internet losgegangen.</p>
<p>Was ich daran nicht verstehe ist, dass niemand gezwungen wird Kinect zu kaufen. Wer die Bewegungsleiste nicht will, soll diese einfach nicht kaufen. Microsoft zwingt niemanden zum Kauf und bisher ist auch die Bewegungssteuerung weder in Halo, Fable oder Gears of War eingebaut noch zwingend erforderlich. Der Inhalt des große Meckerns vor ein paar Wochen war, dass keine Spiele für die richtigen Fans vorhanden sind, daher sollte es auch keinen Grund geben 150 Euro dafür auszugeben, also warum beschweren? Der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=VKIcaejkpD4#t=1m13s" target="_blank">iPhone Antenna Song beschreibt ab 1:13</a> das richtige Verhalten, einfach im Geiste das iPhone durch Kinect ersetzen und schon ist alles gut.</p>
<p>Ebenfalls spannend ist der Gedankengang, dass sich just jene Spieler beschweren, die dazu bereit sind für eine Ultimate Legendary Prestige Edition ebenfalls 150 Euro zu zahlen. Da ist dann neben dem Spiel eine hübsche Verpackung mit etwas Plastikzeug dabei, was aber niemand ernsthaft verwendet. Mir kann keiner vollen Ernstes erklären, dass er sich mit einem Nachtsichtgerät, einem Spartanerhelm oder beidem gleichzeitig auf die Lauer legt um irgendwas irgendwie zu machen.</p>
<p>Microsoft ziehlt derzeit auf eine breite Zielgruppe und das Bundle Xbox 360 4GB und Kinect um 300 Euro ist meiner Meinung in Ordnung. Auch der Preis für Kinect selbst ist OK und wenn nicht, dann regelt der freie Markt das Thema von selbst, denn bekanntlich wird der Preis eines Produktes von Angebot und Nachfrage geregelt und hat laut Wikipedia eine Gleichgewichtsfunktion.</p>
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		<title>Sommerzeit ≠ Spielezeit</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 19:31:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist der Juli 2010 und über Österreich zieht eine Hitzewelle. Okay so schlimm ist es noch nicht, aber seit etwa zwei Wochen ist der Sommer endgültig eingetroffen und die Temperatur bewegt sich seit einigen Tagen konstant zwischen 30 und 35° C. Im April habe ich mir noch Gedanken zum Thema des fragmentieren Spielens gemacht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist der Juli 2010 und über Österreich zieht eine Hitzewelle. Okay so schlimm ist es noch nicht, aber seit etwa zwei Wochen ist der Sommer endgültig eingetroffen und die Temperatur bewegt sich seit einigen Tagen konstant zwischen 30 und 35° C. Im April habe ich mir noch Gedanken zum Thema des <a href="http://gelurzt.at/2010/04/10/fragmentiertes-spielen/">fragmentieren Spielens</a> gemacht und jetzt ist wieder alles anders.</p>
<p>Seitdem die Temperaturen die 30-Grad-Marke überschritten haben, ist die Motivation für Videospiele auf fast Null gesunken. Es liegt definitiv nicht an den Spielen, denn hier liegen noch ein paar Triple-A-Titel, die auf etwas Bewegung im DVD Laufwerk hoffen, aber die Temperaturen verhindern dies konsequent. Ein Blick auf meine <a href="http://profile.mygamercard.net/weidhas360" target="_blank">Xbox LIVE Gamercard</a> zeigt das <em>Desaster</em> und langsam aber sicher bin ich auch am überlegen ob ich nicht auch meine Gold Mitgliedschaft vorerst wieder auf Eis legen soll, zumindest bis es wieder Herbst oder Winter wird.</p>
<p>Ich bin jedenfalls gespannt, wie lange dieses Motivationsloch vorhanden sein wird und bin auch etwas froh darüber, dass auch bei den Neuveröffentlichungen ein kleines Sommerloch eingesetzt hat.</p>
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		<title>Warum ist EA so unkreativ?</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 17:22:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf der diesjährigen E3 hat sich EA auf der eigenen Pressekonferenz nicht wirklich mit Ruhm bekleckert und neben acht Fortsetzungen nur zwei neue Spielen gezeigt. Laut waren die Rufe der Presse, der Spieler und auch der Konkurrenz wie unkreativ der frühere Platzhirsch der Spieleindustrie geworden ist. Need For Speed geht mit Hilfe von Criterion zurück [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der diesjährigen E3 hat sich EA auf der eigenen Pressekonferenz nicht wirklich mit Ruhm bekleckert und neben acht Fortsetzungen nur zwei neue Spielen gezeigt. Laut waren die Rufe der Presse, der Spieler und auch der Konkurrenz wie unkreativ der frühere Platzhirsch der Spieleindustrie geworden ist.</p>
<p>Need For Speed geht mit Hilfe von Criterion zurück zu den Wurzeln, Dead Space 2 setzt den ersten Teil fort und Medal of Honor wurde mit Hilfe von DICE als Call of Duty Gegner reanimiert. Mit EA Sports Active 2 wird der Wii Titel auch für die beiden andernen Konsolen umgesetzt, für die Sims kommt natürlich auch was, Madden hat eine neues Jahreszahl bekommen und Crysis 2 ist ein Shooter mit sehr netter Grafik. Die einzigen beiden neuen Spiele waren der Brutalo-Shooter Bulletstorm (aus dem Hause Epic Games / People Can Fly) und das MMO Star Wars: The Old Republic von Bioware. Kreativ und oder Innovativ sind diese beiden Titel aber auch nicht.</p>
<p>Ich kann EA keinen Vorwurf machen und verstehe die Fokussierung auf Fortsetzungen absolut. EA hatte früher eher durchschnittliche Fortsetzungen und etliche lahme Filmumsetzungen, die eindeutig zur raschen Gewinnmaximierung führen sollten. Nachdem dies nicht mehr funktioniert, stellte sich der Konzern um und hat die eigenen Kreativabteilungen bemüht neue Konzepte auf den Markt zu bringen. Vor etwa drei Jahren gab es die interne Faustregel, dass pro Jahr zwei bis drei neue Marken etabliert werden sollte und die Regel wurde auch durchgezogen. In dieser Kreativphase ist ein Mirror’s Edge entstanden, ein vorher verschmähtes Brütal Legend wurde gepublished und auch das Sammelkartenspiel BattleForge erblickte das Licht der Videospielwelt. Alle drei Titel haben eins neben dem neuen Spielkonzept gemeinsam, es waren absolute Ladenhüter. Jedes dieser Spiele hatte seine kleinen Schwächen (die jeder Titel hat), aber als schlecht wurde ich keines davon bezeichnen (man braucht sich nur mal die Pressestimmen zu Mirror’s Edge ansehen).</p>
<p>Jeder dieser Versuche hat einiges an Geld gekostet und wenn die Leute lieber zur x-ten zum Teil schlechten und unkreativen Auflage von Need For Speed greifen oder jedes Jahr ein neues FIFA kaufen, verstehe ich die Entscheidung zugunsten von Fortsetzungen absolut. EA hat zum Glück aus der Vergangenheit gelernt und verschont uns mit Gurkenfortsetzungen wie NFS Undercover oder MoH Airborne, zumindest scheint es derzeit danach auszusehen. Die jetzt auftauchende Kritik erinnert an die Stimmung von vor drei oder vier Jahren und ich hoffe, dass EA dieses Mal nicht erneut den gleichen Fehler begeht wie damals. Innovation ist gut, aber solange der Markt diese nicht annimmt, sollte man eher vorsichtig damit umgehen. Bis dahin wird man sich sicherlich weiterhin bei bestehenden Konzepten bedienen und diese mit kleinen Anpassungen umsetzen, wie es zum Beispiel bei Dantes Inferno oder auch bei Dead Space der Fall war. EA ist gar nicht so unkreativ, aber muss sich leider an den Markt anpassen und der ist leider nicht sehr experimentierfreundlich.</p>
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		<title>E3 2010 – Meine Abrechnung!</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 19:38:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Lurz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kurz vor der diesjährigen E3 habe ich mich hinreißen lassen, ein paar gewagte Vorhersagen zu treffen und es ist nun an der Zeit abzurechnen. Project Natal Kinect Mit Wave als Namen war ich falsch, aber mit dem Winken zum Anmelden absolut richtig. Die Integration in Gears of War 3 und Fable 3 hat ebenfalls nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vor der diesjährigen E3 habe ich mich hinreißen lassen, ein paar <a href="http://gelurzt.at/2010/06/06/e3-2010-die-vorhersage/" target="_blank">gewagte Vorhersagen</a> zu treffen und es ist nun an der Zeit abzurechnen.</p>
<p><em>Project Natal</em><em> Kinect</em><br />
Mit Wave als Namen war ich falsch, aber mit dem Winken zum Anmelden absolut richtig. Die Integration in Gears of War 3 und Fable 3 hat ebenfalls nicht stattgefunden und aus dem erwarteten Releasetermin im Oktober wurde der 4. November. Zwar nur knapp daneben, aber daneben ist daneben. Zum Preis gab es keine Infos und ich vermute, dass auch keine Minispielsammlung dabei sein wird.</p>
<p><em>die neue Xbox 360</em><br />
Bei Kinect war ich zu früh und bei der neuen kleineren Xbox 360 zu spät. Der Release ist für den US Markt ist bereits erfolgt und der EU Markt wird ab 16. Juli versorgt. Die Festplatte bleibt weiterhin drinnen und die mögliche Größe von USB Speichern wurde ebenfalls nicht erweitert.</p>
<p><em>EA Play 4 Free</em><br />
Ein absoluter Schwachpunkt, da es dazu einfach gar nichts gab. Mal schauen, ob vielleicht die gamescom 2010 im August was in dieser Richtung bringen wird.</p>
<p><em>Playstation Plus</em><br />
Der Name war richtig, das kostenlose Spiel war richtig und das war es dann auch schon. Keine PSP Integration und der Preis ist auch deutlich günstiger als die laufenden Xbox LIVE Kosten.</p>
<p><em>Playstation Move</em><br />
Beim Releasemonat habe ich mich um ein Monat verschätzt und die Preise sind auch nicht so einfach zu rechnen, da Sony alles einzeln unter die Spieler bringt. Das was jedoch richtig war, war die Fokussierung auf Core Titel mit Playstation Move Unterstützung.</p>
<p><em>Nintendo 3DS</em><br />
Bitte direkt zum nächsten Punkt, absolut kein Treffer hier.</p>
<p><em>Goldeneye 2</em><br />
Der Release wird zwar nur auf der Wii stattfinden, aber ansonsten war ich gar nicht so weit daneben :-).</p>
<p><em>Und sonst so?</em><br />
Zelda bekommt keinen Wii Vitality Sensor und es wurden auch keine Band Spin-Offs bei Rock Band oder Guitar Hero angekündigt. Rock Band 3 bekommt ein Keyboard und die erfolgreichen Nintendo Serien wie Wii Fit oder Wii Sports bekommen doch keine Nachfolger. Xbox LIVE bekommt ESPN und nicht Hulu und Einer gegen Einhundert ist von der Bildfläche verschwunden. Valve hat die E3 eher ignoriert (ausgenommen etwas Portal 2) aber dafür umscheichelte Ubisoft die Skateboard Fans mit Shaun White.</p>
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